Donnerstag, 28. November 2013

Ich lese ~ "Mr. Nanny" von Holly Peterson


Das Schicksal hat wieder entschieden.... meine nächste Leselektüre:




Rezension ~ "Ein Blick zu viel" von Edith Schreiber-Wicke


Klappentext


Ein Mädchen verschwindet. Ein anderes taucht auf. Beide stecken in Schwierigkeiten. Jeder Blick kann einer zu viel sein in diesem lebensgefährlichen Spiel. 

Buchdaten:

Verlag: Planet Girl
Seiten: 272
ISBN: 3522502485
Originaltitel: -
Buchreihe: Nein
Erscheinungsdatum 5. Januar 2011
Zur Leseprobe: HIER KLICKEN



Der erste Satz
"Wer fehlt?" 

Meine Meinung:


Ich habe es noch nie gehabt, dass ich ein Buch auf Seite 26 bereits abbrechen wollte. 
Ich habe es auch noch nie erlebt, dass ein Hauptprotagonist derart emotionslos und oberflächlich ist. 

Wo soll ich anfangen? Am besten mit dem Schreibstil. 
Ich hatte den Eindruck, als könnte die Autorin sich nicht entscheiden zwischen: 

Ich versuche mal was Spezielles – kurz – prägnant: 


 „Das Gesicht an der Plakatwand. Föhnfrisur und zu viele zu regelmäßige Zähne. Falten wegretuschiert. Sie konnte das beurteilen. War ihm vor einiger Zeit begegnet. Bei welcher Gelegenheit? Egal.“ – S.7 

Oder doch lieber Jugendlicher mit angepasstem Sprachstil? 


„In ihrem Bauch krampfte sich etwas zusammen. Dann ein schneidender Schmerz. Noch einmal. Wenn sie jetzt die Regel kriegte, dann war das eine ganze fucking Woche zu fucking früh.“ – S. 50 

Vielleicht aber doch lieber mit vielen sinnlosen englischen Wörtern oder Sätzen einfach so mittendrin? Damit auch unbedingt auffällt, dass die Autorin viele englische Wörter kennt, werden diese auch vorsichtshalber immer schön kursiv geschrieben ;) 


„Paul war nicht vorbereitet auf das, was dann geschah. Apocalypse now.“ – S. 64 
„Paul fühlte Ärger aufsteigen. Großartige role models gaben die Herren und Damen Gymnasiallehrer ab.“ – S. 65 
„Besagter Popstar hat so viel Publicity gekriegt, dass auch für mich etwas stardust abgefallen ist“ – S. 73 
„Man wird so, wenn man viel mit celebrities beisammen ist.“ Second hand life“ kommentierte Paul. – S.81 

Das sind nur Mini-Beispiele. 
Es gibt auch ganze Sätze …aber praktisch auf jeder Doppelseite findet man hübsch was in kursiv geschrieben. Wozu?!?!? 

Okay.. zur Story. 

Die Protas: 

Paul
Paula
Daniel
Ich muss ganz ganz viel erzählen und schreiben, wie bekloppt das ist. 
Aber keine Angst, ich erzähle nicht das Ende oder so. Auch wenn es viel wirkt .. aber es muss raus.. sorry ;) 

Also erst einmal zum Anfang. Da ist Paul. Ein total erfolgreicher und überhaupt der beste Privatdetektiv… der Teuerste überhaupt.. Boah! 
So wichtig, dass er eine Wohnung in einem vierten Stock bewohnt, darauf achtend auf dieser Etage allein zu leben und an der Haustür weder Namensschild noch Klingel zu haben. Ist immerhin seine Festung, da hat niemand was zu suchen. Praktischer weise hat er aber gleich nebenan eine Gästewohnung, aha. Und in der Garage steht ein Lamborghini Spider. Scheint gut zu verdienen. So wird er also von einem reichen Ehepaar angeheuert, weil deren verzogene Tochter verschwunden ist. 
Also nimmt Paul, der gleich zu Beginn weder sympathisch noch unsympathisch wirkt, da man – außer dass er gerne kocht – nicht viel erfährt – gleich die Ermittlungen auf und geht in die Schule der Tochter. Dort scheinen alle aktuell den Gothik Style zu bevorzugen. Dank dieser Tatsache gibt es immer wieder „lustige“ Anspielungen auf deren Vampir-Aussehen wie aus Twilight. Haha… :-/ 

Am Abend hört er dann, wie der Aufzug in seiner Etage anhält. Oh nein… irgendwelche Killer?? Oder die notgeile Nachbarin? Irgendwann macht er dann doch die Tür auf und vor ihm steht ein junges Mädchen. 15 Jahre alt.. sieht aber aus wie 13. 
Sie – ihren Namen hat sie ihm zu verdanken – heißt Paula und eröffnet ihm mit ihrer frechen Schnauze dann auch bald, dass er ihr Vater ist. Außerdem noch, dass ihre Mutter – mit der er dann wohl vor 16 Jahren ne schöne Nacht hatte – verschwunden ist. 

Praktischerweise ist er ja Privatdetektiv und kann sie wiederfinden oder? Fällt er aus allen Wolken? Muss sich setzen? Will alles wissen? Veranlasst einen Test? Nein… er stellt nur eine Frage. Ratet welche? Ob sie Hunger hat! 

Also gibt’s was zu essen und dann soll sie schlafen gehen. Er würde erkennen wie müde sie ist. Am nächsten Morgen… bombardiert er sie da endlich mit Fragen? Ist zerwühlt, da er mit noch nicht ganz Mitte 40 plötzlich unverhofft Vater geworden ist? 

Neeee… er fährt sie erst einmal in die Schule um sie als Gastschülerin anzumelden. Das arme Kind (das übrigens dank ihres fotografischen Gedächtnis mindestens 5 Sprachen fließend spricht und einen grünen Gürtel in einer asiatischen Kampfsportart besitzt) darf ja nicht hinterher hinken und muss unbedingt in den Unterricht. Sie hat natürlich gleich die Situation mit der vermissten Schülerin erkannt und bietet sich sofort als Maulwurf an. Wie praktisch. Und er gleich: Oh jaaaa !!! 

In der Schule ist sie dann von den ganzen „Vampiren“ umgeben und findet nun nicht so gut Anschluss. Die Erste, die Paula übrigens anquatscht heißt Alice. Noch Fragen? 
Aber dann sieht sie IHN… und sie so: 

Und er so:

Dann verschwindet er. Paula kehrt zurück zu Paul und er hört was und wieder „Ahhhh.. die Killer.. sie kommen um mich umzubringen“.. und zückt gleich mal seine Waffe. Aber puh, es ist dann doch nur seine Tochter ;) Sie erzählt ihm dann, was sie so rausgefunden hat. Am nächsten Tag quatscht ihr Schwarm sie auch gleich an. Huiiii… begleitet sie ein paar Schritte und zeigt ihr, wo er wohnt. 

Nämlich in einem großen großen Haus, der tolle Hecht. 

Nachmittags will Paula dann für sich einkaufen gehen, 

denn ihre Mutter ist ja verschwunden und hat lustiger weise ALLE ihre Sachen mitgenommen. Paula weiß gar nicht, warum sie überhaupt nach Wien gekommen waren – waren da nämlich eigentlich nur zu Besuch. Aber was für ein Zufall, dass sie trotzdem den Schlüssel dabei hatte, mit dem Paula sich Zutritt in Pauls geheime Etage verschafft hatte. Den hatte sie nämlich mit einem Schildchen „Paul“ bei ihrer Mutter gefunden. Tja,… wenn ich in den Urlaub fahre, nehme ich auch einfach mal so Schlüssel mit, die bei meinen Eltern so rum liegen, oder?! ;) 

Auf jeden Fall beobachtet der Neu-Vater Paul, der eigentlich auf mich etwas paranoid wirkt (hatte er Paula doch ständig gefragt, wer sie schickt... vielleicht irgendwelch Killer? Und hat er sogar die Tür hinter sich abgeschlossen, falls die Killertochter ihn nachts im Schlaf ermorden möchte),

wie Paula das Haus verlässt um shoppen zu gehen– noch immer nicht geschockt von der Tatsache auf einmal Vater zu sein. Er sieht, wie sich ein Mann von einem Baum löst und seiner Tochter sofort folgt. 

Offensichtlich hat ein Unbekannter Paula aufgelauert. Eigentlich ganz schön gruselig, vor allem wenn man bedenkt, dass es ja offenbar eh immer Killer auf ihn abgesehen haben und seine Ex-Flamme auf mysteriöse Art verschwunden ist und nun seine Tochter verfolgt wird. 

Er wird panisch, schnappt sich seine Knarre und eilt der Tochter zur Rettung?! 

Denkste… er wendet sich vom Fenster ab, geht zum Notebook und starrt auf den Monitor – überlegend, wo denn nun die verzogene Teenie-Göre steckt. 
 "I don´t care.....dum di dum..."

Die Teenie-Göre war scheinbar auf einem Konzert, das sonst nicht in ihre Schema passt – so was wie Michael Wendler, bloß, dass er hier anders genannt wird und scheinbar auf Teenie-Gören steht ;) Und …wow… welch Überraschung… Paula kennt diesen Wendler-Typen und hat seine Handy-Nummer. Sie ruft ihn auch gleich mal an und verabredet sich mit ihm.
Das erzählt sie ihrem liebsten Papa, nachdem sie von der Shopping-Tour mit ihrem Schwarm zurück ist. Der war es nämlich, der ihr da aufgelauert hat. 


„Ich dachte, wenn ich bloß lange genug an der Haltestelle rumhänge, dann wirst du irgendwann auftauchen“ – S. 105 

 :-O Wie lange wollte er denn da warten? Hatte er auch ein Zelt dabei?!??! 

Ich könnte jetzt ewig so weiterschreiben und glaubt mir, es wird immer bekloppter und schlimmer! Die Protas sind so was von Oberflächlich, das Story ist einfach nur unlogisch. Für mich wirkt auch die Auflösung so an den Haaren herbei gezogen.

Paula (die mit 15 sogar schon ein Tattoo hat!) dann natürlich nur noch so: 



 "Die blaugrauen Funkel-Augen... hach"

Und ich nur noch so: 

Wer das Buch nie lesen wird und wissen möchte, wie es weiter geht, klickt hier und kann alles nachlesen: 



Positiv: Es ist kein dickes Buch und die Schrift ist sehr groß, d.h. man hat das Buch schnell durch. 

Fazit


Eigentlich doch keine Zeitverschwendung, weil ich die ganze Zeit laut aufgelacht hab, so bescheuert war das Ganze. Ich weiß ja, dass es ein Jugendbuch ist... kann mir aber kaum vorstellen, dass das junge Publikum mit so einer irrsinnigen Story, den ständigen englischen Wörtern und den öden Protagonisten glücklich ist. 
Wer gerne mal ein Buch lesen möchte, bei dem er die ganze Zeit den Kopf schütteln muss, dann hier bitte zu greifen ;)
Bewertung:



Über die Autorin:
Edith Schreiber-Wicke wurde 1943 in Oberösterreich geboren. Sie studierte Theaterwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte und arbeitete in einer Werbeagentur als Texterin. Daneben veröffentlichte sie Kurzgeschichten und Lyrik in Zeitschriften und Anthologien. Ihre Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach mit literarischen Preisen ausgezeichnet worden (u.a. dem Eulenspiegel-Preis für „Als die Raben noch bunt waren“). Edith Schreiber-Wicke lebt und arbeitet in Grundlsee, Wien und Venedig.


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Sonntag, 24. November 2013

Rezension ~ "Das Leben in meinem Sinn" von Susanna Ernst


Klappentext

Scheinbar zufällig kreuzen sich die Lebenswege des schüchternen Schauspielers Ben Todd und seiner weitaus bekannteren Kollegin Sarah Pace beim Dreh zu einer neuen Fantasy-Serie.

Während die beiden gemeinsam durch alle Phasen von der Produktion bis zur erfolgreichen Vermarktung ihrer Fernseh-Show gehen, verliebt sich Ben Hals über Kopf in Sarah. Heimlich und hoffnungslos, denn sie ist vermeintlich glücklich mit dem Vater ihrer Tochter verlobt. 

Da viele Dinge im Leben allerdings nicht so zufällig geschehen, wie sie auf den ersten Blick erscheinen, eröffnen sich Ben und Sarah bald schon ungeahnte Wege. Ganz in ihrem Sinn... oder etwa nicht?


Buchdaten:

Verlag: Knaur eBook
Seiten: 291
ASIN: B007TZ92YO
Originaltitel: -
Buchreihe: Nein
Erscheinungsdatum 2. Mai 2012
Zur Leseprobe: HIER KLICKEN



Der erste Satz
"Komm, begleite mich ein Stück … 

Meine Meinung:

Eigentlich wollte ich ja meine "Däumchen-Rezi" machen, aber ich fürchte, bei diesem Buch wären die Neutral- und Negativ-Spalten ziemlich leer geblieben.

Kennt ihr dies Gefühl, wenn ihr auf den ersten Seiten schon das Gefühl habt, etwas Besonderes in den Händen zu halten? Und wenn ihr Euch fragt, wieso das Buch sooo lange auf Eurem SUB lag?

Nicht oft weiß man schon nach der ersten Seite: Oh ja, dies Buch werde ich lieben.
Doch dieses Buch gehört eindeutig zu diesen seltenen Werken. Ihr solltet unbedingt die Leseprobe lesen... vielleicht umwebt Euch dann auch dies Gefühl von wohliger Wärme, das ich gleich zu Beginn empfunden habe.

Die Story fängt damit an, dass wir jemanden begleiten dürfen auf seiner Reise, hoch über den Wolken. Dieser "Jemand" oder "Etwas" tritt immer wieder in Erscheinung und spricht den Leser direkt an - entschuldigt sich sogar, dass "er" nervt und den Lesefluss unterbricht ;) Sehr witzig :) Gleichzeitig stellt "er" uns aber auch die Haupt- und Nebencharaktere in einer Art Steckbrief vor und gibt dann das Wort an diese weiter. 

Das Buch wird also aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von dem männlichen Hauptprotagonisten Ben, aber auch einige Nebendarsteller kommen zu Wort. Besonders schön fand ich es, dass eine besondere Person ein wenig in diese Story eingeflochten wurde und ebenfalls zu Wort kommt: Amy - die Hauptperson aus Susannas Roman "Deine Seele in mir". 

Wir begleiten Ben durch viele Monate, in denen er versucht die tiefen Narben in seinem Herzen zu heilen und mit den Schuldgefühlen zu leben, die ihn seit Jahren plagen. Und plötzlich scheint sein Leben sich völlig zu wandeln, als sein bester Freund ihm eine Hauptrolle in einer Serie namens "Das Leben in meinem Sinn" anbietet und er dort auf die zauberhafte Sarah trifft. 

Nun würde man vermuten, die Beiden verlieben sich und zack - Happy End. Aber nein, so einfach wird es wahrlich nicht. In dieser zauberhaften Story, in der ich auch sehr viel lachen musste, müssen auch viele Personen erst einmal ganz schön leiden. Herzschmerz Pur! Hach...

Susanna Ernst hat die Gabe, einen mit den ersten Sätzen gefangen zu nehmen. Sie zaubert authentische Charaktere hervor, die man sofort gerne um sich hätte. Dabei gibt sie sich viel Mühe mit den Hauptprotagonisten, aber auch die Nebencharaktere sind alles andere als flach und man schließt sie ebenso ins Herz und hat sie beim Lesen direkt vor dem inneren Auge. 

Ja - zugegeben - ich hatte an einen kleinen Punktabzug gedacht, weil gerade zum Ende hin die Auflösung dann für mich doch ein wenig zu unglaublich war. Kennt ihr das, wenn Euch das Happy End ZU Happy ist?! ;) (Für die, die es gelesen haben - Stichwort: der Gärtner) Und doch sind es gerade die vielen tollen Details auch zum Ende hin, die mich überraschten und - noch einmal zugegeben - auch kurz für Pipi in den Augen sorgten. (Noch einmal für die, die es gelesen haben: Stichwort Teddybär *glücklichschluchzseufz*)

Aber verdammt, lesen wir nicht gerade Liebesromane, weil wir das perfekte Happy End haben wollen?! Wenn das echte Leben das schon nicht bietet, dann will man das doch zumindest in den Büchern haben... oder nicht?! Also nein, es gibt keinen Abzug - vor allem nicht, weil alles so wunderbar erklärt wird! Aber wer schon "Deine Seele in mir" von Susanna Ernst gelesen hat, weiß, bei ihr ist die Story nicht immer vorhersehbar, denn manchmal weiß sie ganz schön zu überraschen.

Nicht überraschend ist, dass ich das neue Werk von ihr bei ihr bereits vorbestellt habe. Ich bin schon extrem gespannt auf "Blessed". Und NEIN, meine Meinung ist nicht gekauft. Ich habe das Buch gegen Bezahlung vorbestellt, wie ich auch dieses Buch hier selbst gekauft habe. Die Bücher von Susanna Ernst treffen mich einfach direkt ins Herz! Wer also denkt, einen ähnlichen Geschmack wie ich zu haben, denen befehle empfehle ich: LESEN!!!!


Fazit


Genau SO und nicht anders muss für mich ein toller Liebesroman sein! 
Eindeutig das passende Buch für die kältere Jahreszeit, wenn man sich sein Herz erwärmen lassen möchte (natürlich nicht, ohne vorher aber auch ordentlich mit den Figuren mit leiden zu können). 

Ein wunderbarer Liebesroman mit einer Story, deren Detail-Liebe man bemerkt und bei dem man während des Lesens einfach nur die ganze Zeit zufrieden lächeln muss und sich fallen lassen kann.
"Das Leben in meinem Sinn" ist überhaupt nicht sinnlos, sondern... ganz in meinem Sinn ;)

Bewertung:


Buchtrailer


Über die Autorin:
Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitet seit ihrem sechzehnten Lebensjahr eine eigene Musicalgruppe, führt bei den Stücken Regie und gibt Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit! 


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Ich lese ~ "Ein Blick zu viel" von Edith Schreiber-Wicke

Nachdem ich in der gestrigen Lesenacht um zwei Uhr meine aktuelle Lektüre beendet habe, hab ich eben wieder das Schicksal entscheiden lassen, welches Buch von meinem Mega-SUB nun dran kommt.


Kennt das schon wer?!?

Eure Nica

Samstag, 23. November 2013

Lesenacht ~ Meine erste lange Lesenacht mit Ankas Geblubber


ENDLICH!!! Endlich schaffe ich es auch einmal, bei Ankas legendären Lesenächten mitzumachen.

Ich bin schon sehr gespannt, bin ich doch bisher nie dazu gekommen. Allerdings war meine letzte Nacht ganz schön anstrengend - wie kann man eigentlich seit einem Monat erkältet sein?!?! *jammerjammer* Also bin ich mal sehr gespannt, wie lange ich heute durchhalte. Aber mind. 3 Stunden - bis Mitternacht - werden es doch hoffentlich sein.

Ich bin sehr gespannt auf die Fragen und Aufgaben.
Ab 21 Uhr werde ich diesen Post immer mal wieder zwischendurch updaten und aktualisieren... also schaut immer mal wieder rein ;)

Der Countdown läuft! Wir lesen uns dann heute Abend wieder...

Bis später :D

UPDATE Nr. 1 - 20.30 Uhr

Es sind noch 30 Minuten bis zum Start... die ersten Vorbereitungen sind getroffen:

- Mein Ebook-Reader mit der aktuellen Leselektüre
- Was für die Nase - eine schön duftende Kerze 
- ein großer Becher Tee: Grüntee aromatisiert mit Vanille und Sahne
- und ein wenig was zum Naschen ;)

Und ihr so?!??!?! 




UPDATE Nr. 2 - 20.48 Uhr

Der Dickmanns ist leider meiner Gefräßigkeit bereits zum Opfer gefallen....ups :-/



Update - Nr. 3 - 21.00 Uhr

Jetzt geht es los! Der Startschuss ist gefallen und die erste Aufgabe gepostet:

Mit welchem Buch startest du in die heutige Lesenacht? Beginnst du es ganz neu oder hast du bereits ein paar Seiten gelesen? Welches Leseziel setzt du dir selbst?

Ich setze das Buch fort, dass ich bereits begonnen habe. Das Schicksal hat dieses Mal das Buch für mich ausgewählt, in dem ich ein Los gezogen hatte und es hat für mich: 
"Das Leben in meinem Sinn" von Susanna Ernst ausgewählt. 

Gelesen hatte ich es bis Seite 120 und fahre da jetzt fort. 
Welches Leseziel? Am tollsten wäre es ja, wenn ich das Buch in dieser Nacht beende. Aber das könnte eng werden....

Scheinbar zufällig kreuzen sich die Lebenswege des schüchternen Schauspielers Ben Todd und seiner weitaus bekannteren Kollegin Sarah Pace beim Dreh zu einer neuen Fantasy-Serie.

Während die beiden gemeinsam durch alle Phasen von der Produktion bis zur erfolgreichen Vermarktung ihrer Fernseh-Show gehen, verliebt sich Ben Hals über Kopf in Sarah. Heimlich und hoffnungslos, denn sie ist vermeintlich glücklich mit dem Vater ihrer Tochter verlobt.

Da viele Dinge im Leben allerdings nicht so zufällig geschehen, wie sie auf den ersten Blick erscheinen, eröffnen sich Ben und Sarah bald schon ungeahnte Wege. Ganz in ihrem Sinn... oder etwa nicht?




Update - Nr. 4 - 22.00 Uhr

Waaaasss?? Es ist schon eine Stunde um und ich habe nur 20 Seiten gelesen?! Das kann nicht sein! Unmöglich! Ich weiß, ich hab anfangs noch auf anderen Blogs gestöbert, die auch hier teilnehmen... hab bei Anka ein paar Kommentare gelesen. Aber das ist erst so wenig voran gekommen bin. Oh man :((((
Gleich wird mehr gelesen und weniger gestöbert. Unglaublich.
Aber jetzt wartet die nächste Aufgabe schon auf mich und die hat es in sich:

Stell dir vor, du dürftest einen bisher bloß fiktiven Buchcharakter zum Leben erwecken, müsstest aber den Rest deines Lebens mit ihm/ihr verbringen. Wen wählst du und warum?

Wow. Eine echt schwere Frage. Da ich gleich ganz schnell weiterlesen will, nehme ich die Person, die mir als Erstes spontan einfällt. Es ist Sam aus der Mercy Falls Trilogie von Maggie Stiefvater. Ich weiß gar nicht, ob ich ihn auch als Werwolf haben möchte ;) Aber als Mensch ist er einfach so sehr von Herzen gut, voller Liebe und Fürsorge. Er ist so unglaublich gut und mit Tiefgang beschrieben, dass ich beim Lesen immer das Gefühl hatte: Sam ist was ganz besonderes. Und wer möchte nicht sein Leben mit so einen guten Menschen verbringen, der so besonders ist. So voller Loyalität und Liebe?! 

Oh oh.. ich musste gerade schon gähnen. Schnell weiterlesen. 
Es gibt noch so einen durch und durch guten Menschen... Ben, aus meinem aktuellen Roman. Hach :) Bin ich froh, dass ich so einen tollen Menschen auch in der Realität an meiner Seite hab und daher nicht zu traurig sein muss, dass ich fiktive Personen nicht zum Leben erwecken kann :D


Update Nr. 5 -  23.10 Uhr

Ich bin tatsächlich noch dabei. Noch müder als zuvor, aber zuversichtlich, dass ich zumindest bis Mitternacht durchhalten werde. In meinem Buch bin ich inzwischen auf Seite 178 von 286 Seiten angekommen und es gibt gerade sooo viel Herzschmerz.. hach.

Aber es wartet auch gerade die nächste Aufgabe:

Machst du dir während des Lesens Notizen? Schreibst du dir pregnante Sätze/Passagen raus oder markierst diese sogar im Buch? Gibt es ein schönes/lustiges/besonderes Buchzitat, das du mit uns teilen möchtest?

Ich mache mich keine Notizen. Leider nein. Früher hab ich das gemacht, ab und an zumindest, und so blieb mir mehr im Kopf. Früher konnte ich aber auch noch tagsüber lesen. Jetzt lese ich meist immer abends im Bett und da sind Zettel und Stift immer so nervig. Ein Buchzitat? 
Aus der aktuellen Lektüre könnte ich viele romantische und schöne Zitate posten, aber dazu müsste ich was raussuchen und im Ebook-Reader durchklicken ist blöde. 
Also schreibe ich mal, was mir aus meinem vorherigen Buch grad so im Kopf geblieben ist (aus "Wer liebt mich und wenn nicht, warum?" von Mara Andeck): Wusstet ihr, dass ihr Euch nicht selbst den Ellenbogen lecken könnt? (Ich wusste das .. ja.... und na? Wer probiert es gerade aus??). Aber wusstet ihr auch, dass man nicht summen kann, wenn man sich die Nase zu hält? Mir war es nicht bewusst. Wieder was gelernt ;) Natürlich hab ich das sofort ausprobiert und war ganz erstaunt. 

Nun aber zurück zu meiner Leselektüre. Schnell noch ein paar Seiten lesen, ehe meine Augen zu fallen. 


UPDATE Nr. 6 - 00.04 Uhr

Mitternacht... yiippiee!! Und ich halte tatsächlich noch durch. Ein klein wenig werde ich auch noch lesen. Ich musste eben erst einmal das andere Buch von Susanna Ernst "Deine Seele in mir" raus suchen und den Epilog lesen, um meine Vermutung zu bestätigen. Es gibt tatsächlich eine kleine Verbindung. Hach.. wie schön :)

Auch zur Geisterstunde gibt es noch eine Aufgabe von Anka:

Buhuu Geisterstunde! Der Sonntag bricht an. In genau 1 Woche schon feiern wir den 1. Advent. Zeit für dich um zu Weihnachtsbüchern zu greifen? Oder machst du um diese einen großen Bogen? Hast du vielleicht einen Weihnachtsbuchtipp für uns?

Ich mache keinen speziellen Bogen um Weihnachtsbücher und habe im letzten Jahr auch eins gelesen (Dash & Lilly). Dies Jahr hab ich aber keines, nicht, weil ich es nicht will. Ich hab einfach kein Weihnachtsbuch besorgt, da ich mich mit Neuanschaffungen ja eher zurück halte. Ich weiß auch so im Kopf gar nicht, ob ich eine Weihnachtsgeschichte auf meinem SUB habe... bei der Größe wäre es unwahrscheinlich, keine zu haben, oder?! ;) Ich muss mal schauen, aber im Moment lasse ich ja die Lose über meine Bücherwahl entscheiden.

Dafür werde ich meine Weihnachtsfilme definitiv rauskramen!!! Es gibt so ein paar Filme, die muss ich einfach jedes Jahr zu dieser Jahreszeit anschauen... welche wie "Tatsächlich Liebe".. "Liebe braucht keine Ferien"... erst wenn ich mir die anschaue, komme ich so richtig in weihnachtliche Stimmung.

So, ihr Lieben... haben schon welche von Euch aufgegeben?! Ich hoffe, ich werde nicht die Erste sein. Aber ich schätze, Update Nr. 7 wird dann die Beendigung der Lesenacht für mich verkünden. Mal sehen, wann das sein wird. Ein klein wenig geht noch ... ;)


UPDATE Nr. 7 - 01.06 Uhr

Ich bin tatsächlich noch immer wach und noch immer am Lesen.. hätte ich ja nicht gedacht! :) Allerdings komme ich langsamer ran als erwartet und soooo lange werde ich auch nicht mehr lesen (können)... meine Tochter wird sich sicherlich wieder Punkt 8.20 Uhr melden ;) Naja.. wobei.. ein wenig kann ich dann ja noch ;)

Hier noch die letzte Aufgaben von Anka:

Hosen runter! Wie viele Seiten hast du bisher während der heutigen Lesenacht gelesen? Bist du zufrieden mit deinem Ergebnis? Wie fällt dein Urteil zu deinem aktuellen Buch aus? War es eine würdige Begleitung? 

Ich bin jetzt auf Seite 239. Begonnen hatte ich auf Seite 120, also habe ich 119 Seiten bisher gelesen. Ist das gut für 4 Stunden? Klingt für mich total wenig. Ich hätte eher gedacht, ich schaffe das Buch, aber es liegen noch 47 Seiten vor mir. Klingt jetzt total wenig, aber wenn ich das mal runterrechne, würde ich doch noch zu lange brauchen.... Also wohl kein Ende während der Lesenacht :(

Mit dem Ergebnis bin ich also nur halb zufrieden. Ich weiß von mir, dass ich normal viel schneller lese. Aber gut... :) Dafür fällt mein Urteil zum Buch sehr gut aus und war auf jeden Fall die perfekte Begleitung! :)
Es hat mir großen Spaß gemacht und ich hoffe, das nächste Mal bin ich fitter mit Twitter (haha.. Wortspiel ;)) und blubber auch bei der Leserunde mehr mit.

Nun aber werde ich noch ein wenig lesen... zumindest bis zum Kapitelende.

Euch allen eine Gute Nacht und tausend Dank an die liebe Anka für die tolle Aktion!!!! 


Donnerstag, 21. November 2013

Mittwoch, 20. November 2013

Kurzrezension ~ "Fünf" & "Blinde Vögel" von Ursula Posznanski


Klappentext

Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...


Meine Meinung


Beatrice Kaspary hat es nicht leicht. Die Ermittlerin aus der Abteilung Leib und Leben liebt ihren Job, sehr zum Unverständnis ihres Ex-Mannes Achim, der auch nicht davor zurückschreckt, sie auch nachts anzurufen, um ihr heftige Vorwürfe zu machen. Auch ihr Vorgesetzter Hoffmann macht ihr das Leben schwer. Der einzige Lichtblick in ihrem Leben sind ihre Kinder und ihr Kollege Florin, für den sie heimlich ein wenig mehr empfindet, was sie sich aber nicht eingestehen mag. Nicht nur, weil sie beruflich eng zusammen arbeiten und professionell sein müssen und Bea in ihrem Leben eigentlich für sowas gar keinen Platz hat - auch weil Florin in einer glücklichen Beziehung mit seiner Anneke steckt. Doch all die privaten Probleme rücken in den Hintergrund, als ein Unbekannter die Polizei mit seinen direkten Briefen und Kisten mit Leichenteilen zu verhöhnen scheint. Persönlicher wird es noch, als der Mörder einer jungen Frau auch Andeutungen zu Beas Vergangenheit macht, von der niemand etwas weiß. 

Umso dringender versucht sie zusammen mit dem motivierten jungen Kollegen Stefan - der sich als Geocaching Experte entpuppt - und ihrem Teampartner Florin der modernen Schnitzeljagd zu folgen und entschlüsselt immer wieder neue Koordinaten, die sie zu gruseligen Caches voller blutiger, abgetrennte Körperteile lockt.

Seit ich "Saeculum" und "Erebos" gelesen habe, bin ich ein großes Ursula Posznanski Fan und es war mir klar - auch wenn Thriller bisher nicht so sehr zu meinem Genre zählten - ich muss diese Reihe lesen... und ich wurde nicht enttäuscht.
Auch in ihrer Thrillerreihe weiß Frau Posznanski mich mit authentischen Charakteren zu überzeugen, zu denen man schnell eine Verbindung spürt. Wie gerne hätte ich Bea in den Arm genommen, weil ihr das Leben wirklich nicht leicht gemacht wird, obwohl sie echt alles gibt und sich dabei selbst völlig vergisst.

Noch dazu eine absolut spannende und packende Story, die mich an mein neues Hobby - das Geocaching - heran geführt hat. Diese Schnitzeljagd wurde derart packend geschrieben, dass es mich dazu brachte, mich selbst mehr mit diesem Thema zu befassen und inzwischen eine Geocacher-Mitgliedschaft zu besitzen und seit Beendigung des Romans auch bereits 21 Traditionelle -, Multi- und auch Mysterycaches "zu heben".

Aber zurück zum Roman: Wie gewohnt weiß Ursula Posznanski mit ihrem Schreibstil zu fesseln, so dass man sowohl gepackt davon ist, wer nun hinter dem Täter steckt, als auch gefangen von der Hauptperson Beatrice. Genial auch, dass man bis zum Ende hin keine Ahnung hat, wie das ganze wohl aufgelöst wird. Ich dachte, ich wäre total schlau und glaubte für mich, den Täter super schnell enttarnt zu haben... und lag am Ende sowas von daneben.

Kein Wunder, dass ich mir auch sofort den zweiten Teil der Reihe zulegen musste. 

"Fünf" bietet eine spannende Schnitzeljagd mit authentischen Charakteren, viel Spannung und der Gewissheit, dass man bis zu den letzten Seiten mit einem Fragezeichen im Gesicht da sitzt und es vor Neugierde kaum aushalten kann. Ich bin begeistert davon, wie die Autorin das Thema Geocaching für einen Thriller genutzt hat! 

Bewertung:


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Klappentext


Zwei Tote in Salzburg. Sie stranguliert, er erschossen. Die Tat eines zurückgewiesenen Liebhabers?

Aber die beiden scheinen zu Lebzeiten keinerlei Kontakt miteinander gehabt zu haben. Oder täuscht der erste Blick? Das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ist ratlos. Aber Beatrice mag die Sache nicht auf sich beruhen lassen und verfolgt die Spuren, die die Toten im Internet hinterlassen haben. Auf Facebook wird sie fündig: Beide waren dort Mitglieder in einem Forum, das sich ausgerechnet mit Lyrik befasst. Gedichte werden hier mit stimmungsvollen Fotos kombiniert und gepostet. Ganz harmlos. Ganz harmlos?

Bald ahnt Beatrice, dass die Gedichte Botschaften enthalten, die nur wenige Teilnehmer verstehen. Düstere Botschaften, in denen es um Angst und Tod geht. Und dann stirbt noch eine der Lyrik-Liebhaberinnen ...


Meine Meinung

Noch immer hat Beatrice innerlich damit zu knabbern, was bei ihrem letzten Fall passiert ist, doch immerhin lässt ihr Vorgesetzter Hoffmann sie seit dem in Ruhe - besser gesagt - er ignoriert sie so gut es geht. 
Doch viel Zeit zum Grübeln bleibt ihr nicht, denn sowohl beruflich, als auch privat geht es turbulent weiter. 
Während sie verhalten beobachtet, wie Florins glückliche Beziehung erste Risse erhält - nicht wissend - wie sie dazu stehen soll, bahnt sich gleich der nächste Fall an. 
Bemüht um ein besseres Verhältnis zu ihrem Ex-Mann Achim, versucht sie wieder einmal den Spagat zwischen einer guten Mutter sein und einen Fall lösen, bevor es noch mehr Opfer gibt. Doch wie soll man den Täter finden, wenn sämtliche Spuren in Gedichten zu stecken scheinen?

Bea meldet sich unter einem Pseudonym in der Facebook-Gruppe "Lyrik lebt" an und muss schon bald feststellen, dass es immer heikler wird und es scheint, als hätte jemand es auf die Mitglieder genau dieser Gruppe abgesehen.

Wieder nutzt Ursula Posznanski ein Thema für sich, dass hochaktuell ist - das Social Network. Wer kennt heutzutage nicht Facebook? Zum einen bietet es hohe Anonymität, wenn man es wünscht, zum anderen verrät es viel zu viel, vor allem, wenn man zu Freigiebig mit dem ist, was man dort Preis gibt. 

Ich war schnell wieder von Bea & Florin gefangen. Beobachtete zu gerne die Entwicklung zwischen den Beiden, die allerdings völlig im Hintergrund steht und auch so gar nichts mit schmachtender Liebesstory zu tun hat. Nur leise verfolgt man Beas Gedanken und kann sie so gut verstehen, wie unsicher sie ist, ob sie Florin nun wünschen soll, dass die Beziehung zu Anneke funktioniert oder nicht. 

Auch hier stand ich bis zu den letzten Seiten völlig auf den Schlauch, in welche Richtung sich diese Geschichte nun entwickelt und wer hier der Mörder ist. So viel sei verraten: Der Gärtner war es nicht! ;)

Ursula Posznanski entwickelt sich für mich zu einer Autorin, deren Werke ich - ohne überhaupt den Klappentext oder das Genre gelesen zu haben - sofort vorbestellen würde. 

Auch "Blinde Vögel" konnte mich wieder komplett fesseln und überzeugen und ich bin jetzt höchstens ein wenig verstimmt, weil mir keinerlei Info über Band 3 vorliegt. Klar ist jedoch: Sobald ein weiter Fall für Beatrice und Florin erscheint: Ich bin dabei!
Und ich bin extrem gespannt, welches interessante Thema nach Geocaching und Facebook diesmal eine große Rolle spielen wird. 

Bewertung:


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Mittwoch, 13. November 2013

Rezension ~ "Die Liebe deines Lebens" von Cecelia Ahern


Klappentext

Adam will einfach nur, dass alles aufhört. Er ist über das Geländer der Brücke geklettert und schaut hinunter in das kalte, schwarze Wasser. Christine will einfach nur helfen. Mit einem Deal kann sie Adam vom Springen abhalten: Bis zu seinem nächsten Geburtstag wird sie ihn überzeugen, dass das Leben lebenswert ist! Schnell wird klar, dass sie ihn nur retten kann, wenn sie ihn wieder mit seiner großen Liebe zusammenbringt. Doch dann merkt Christine, wie sie sich selbst Hals über Kopf in Adam verliebt …

Buchdaten:

Verlag: FISCHER Krüger
Seiten: 384
ISBN: 3810501514
Originaltitel: How To Fall In Love
Buchreihe: Nein
Erscheinungsdatum 08. Oktober 2013
Zur Leseprobe: HIER KLICKEN



Der erste Satz
"Man sagt, der Blitz schlägt nie zweimal ein." 

Meine Meinung:

Es ist ein paar Wochen her, da unterhielt ich mich per Facebook-Chat mit der lieben Favola von "Favolas Lesestoff" (Klick) über Bücherpost. Wie es so ist, wenn man nicht-angefragte Bücher erhält. Die Freude auf der anderen Seite, was aber, wenn einem das Buch nicht so 100% zusagen mag? Als ich hörte, es ginge ihr derzeit mit dem aktuellen Buch - dem Neuesten - von Cecelia Ahern so, horchte ich besonders auf. 

Denn obwohl ich meistens nie ganz glücklich mit dem Ende von Frau Aherns Büchern bin, so lese ich sie doch ganz gerne. Ich bin immer wieder erstaunt, welche Ideen sie hervor bringt und immer gespannt, ob sie die Ideen auch zu meiner Zufriedenheit umsetzt. So zum Beispiel, was, wenn sich das eigene Leben mit einem Treffen will? Oder man ein Buch findet, in dem es um einen selbst geht... allerdings steht drin geschrieben, was am nächsten Tag passiert?! 

So bin ich vielleicht nicht ihr größter Fan, hab ihre Werke aber doch immer im Blick und noch ein paar von ihr ungelesen in meinem Regal. Ich freute mich also sehr, als Favola mir das Buch zum Rezensieren anbot.

Tja, ob ich endlich mal wieder mit der Ideen-Umsetzung und dem Ende zufrieden war?



  • Der Schreibstil ist typisch Cecelia Ahern. Lebendig, artet aber nicht zu sehr in Detail-Verliebtheit aus. So bleibt das Lesevergnügen flüssig und kommt - bis auf ein paar überflüssige Zusatzinformationen - ohne nervige Längen aus.
  • Der Hauptprotagonist: So schwer ich mich anfangs mit Christine tat, so sehr liebte ich sofort Adam. Seinem sarkastischen Humor war ich sofort verfallen. So ironisches Adam jede Frage beantwortet, so trocken reagiert Christine. Gegensätzlicher könnten die Charaktere also kaum sein und dennoch funktionieren sie wunderbar zusammen und ergeben eine perfekte Mischung, deren Dialoge ich gerne verfolgt habe.
  • Die Nebencharaktere konnten mich aber ebenso begeistern. Allen voran Christines Vater und Schwester. Auch wenn man das Gefühl hat, sie können nicht ernst sein und jeder Satz ist ein Scherz meist auf Christines Kosten - ich habe mich unglaublich amüsiert und wünschte, ich könnte mir einen Becher Kaffee schnappen und mich zu dieser Familie setzen und denen einfach einen ganzen Abend zuhören. Die Stellen, in denen Christines Familie ihren Auftritt hatte, waren zumeist die Stellen, bei denen ich am lautesten auflachen musste (was auch immer das über mich aussagt, weil manche Sprüche eigentlich ganz schön gemein waren). 
  • Eine recht witzige Idee ist auch, eine von Christines Macken als Idee für die Kapitelüberschriften zu nutzen. Christine lebt nach diesen ganzen Selbsthilfebüchern. Und so klingt jedes Kapitel wie der Titel eines von Christines Büchern (z.B. "Wie man ein Wunder erkennt und was man tun kann, wenn man eines erlebt", "Wie man seinen Mann verlässt (ohne ihn zu verletzen)" etc.) und passt perfekt zum Inhalt des Kapitels.
  • Endlich hab ich nach Beendigung eines Ahern-Romans mal nicht das Gefühl gehabt: Tolle Idee, Schade nur, dass so viel Potenzial verschenkt wurde und nicht genug aus dieser Idee rausgeholt wurde. Nein, dieses Mal habe ich nichts zu bemängeln und fühle mich nicht enttäuscht. Die Umsetzung der Idee ist in meinen Augen gut gelungen.
  • Das Ende: Keine Angst, ich verrate es nicht. Aber wer schon einige Romane von Cecelia Ahern gelesen hat, weiß, dass selbst ein Happy End-Ende bei ihr nicht immer ein typisches Happy End ist, wie es sich das Romantikherz wünschen würde. So manches Mal wusste man, das Ende ist richtig wie es ist und dennoch fühlte man sich einfach unglücklich damit. Bei der Autorin bin ich immer auf alles gefasst und fast ängstlich, dass ich am Ende wieder ganz unzufrieden das Buch schließe. Dieses Mal war dem - Gott sei Dank - nicht so.




  • Ich tat mich anfangs wirklich sehr schwer mit der Hauptprotagonistin. Christine hat wirklich ziemlich viele Schrullen und hat so einen seltsamen trockenen Humor. Mit ihrer Familie hätte ich mich gleich wunderbar verstanden! Würde ich Christine im realen Leben kennenlernen und müsste ich sie mit einem Wort beschreiben, wäre es wohl: Seltsam! Aber im Laufe des Buches wurden wir doch noch Freundinnen ;)
  • Adams Vater soll als der Böse Mensch da stehen. Der fiese Vater, der nie Liebe für seine Familie empfinden konnte und dem sein Imperium - die Schokoladenfirma - über alles geht - auch über das Wohl seiner Kinder. Frau Ahern hat sich auch sehr bemüht, ihn als "Ar...pieeeeep" da stehen zu lassen. Doch ein Satz, wo der Vater mit einem kleinen versteckten Grinsen auf die bissige Krankenschwester reagiert, gab mir das Gefühl, dass er von außen einen total harten Kern hat, im Herzen aber gut ist. So wirkte er auf mich vermutlich weniger unsympathisch  als es gewünscht war.... oder sollte es doch so sein? 


  • Ich fand einige Infos seltsam gestreut. Man erfährt erst spät ein Geheimnis über Christines Mutter, bei dem man denkt, da hängt noch vieeel dahinter. Adam spricht sie sicher darauf an, sagt ihr, dass er das Geheimnis nun kennt.. aber nö. Wird gar nicht mehr erwähnt.
  • Genauso seltsam wie einige Zwischenhandlungen, die dann gar nicht mehr aufgegriffen wurden. So sucht ihre beste Freundin später im Buch ihre Eltern. Ob sie sie gefunden hat? Wir werden es wohl nie erfahren... es sein denn, Cecelia Ahern widmet ihr noch ihr eigenes Buch. 
  • Ist es möglich, dass man sich wegen zwei Dingen umbringen will und innerhalb von 2 Wochen ändert sich alles? So manch Wendung in dem Buch ging mir irgendwie zu schnell. Ich hatte gedacht, Adams Geburtstag wäre erst einige Monate später und dass die Wandlungen so also eher langsam und realistisch von statten geht. So konnte ich so manche Stimmungsänderung nicht ganz glauben.

Fazit


Insgesamt ist "Die Liebe deines Lebens" aber ein wunderbarer Aufruf, sein eigenes Leben zu lieben. Dieser Aufruf wird auf sehr humorvolle Weise vermittelt, gemischt mit vielen tiefgründigen und auch traurigen Szenen. Dazu viel Gefühl und Romantik, wie man es bei der Autorin auch erwartet. Endlich ein Ahern-Roman, den in inhaltlich gut umgesetzt finde und mit dessen Ende ich mehr als gut leben kann! :) 


Lieben Dank an die liebe Favola und den Fischer Verlag, dass ich das Buch lesen durfte! :)

Bewertung:


Buchtrailer


Über die Autorin:
Cecelia Ahern ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der Welt. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkommunikation in Dublin. Mit 21 Jahren schrieb sie ihren ersten Roman, der sie sofort international berühmt machte: ›P.S. Ich liebe Dich‹, verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere weltweit veröffentlichte Bücher in Millionenauflage. Die Autorin wurde für ihr Werk mehrfach ausgezeichnet, schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie ›Samantha Who?‹ mit Christina Applegate sowie einen Zweiteiler für das ZDF. Cecelia Ahern lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Norden von Dublin.


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