Donnerstag, 28. Februar 2013

[Rezension] "Sleep" von Lisa McMann

Achtung, Rezension enthält Spoiler, da Teil 3 einer Trilogie!!!


Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 240
ISBN: 3843210497
Originaltitel: Gone
Buchreihe: Ja, Teil 3 von 3
Erscheinungsdatum 15. Februar 2013
Bewertung: 2 von 5 Punkte
Nackt durch die Stadt gehen? Aus einem Hochhaus stürzen? Den sexy Mitschüler küssen? All das hat die 17-jährige Janie schon erlebt. Und zwar in den Träumen anderer Leute, in die sie hineingezogen wird. Janie ist Traumfängerin. Dabei wäre sie am liebsten ein ganz normaler Teenager und würde gerne viel mehr Zeit mit ihrem Freund Carl verbringen. Doch dann erhält sie die Nachricht, dass ihr Vater im Koma liegt. Ihr Vater, den sie noch nie gesehen hat! Als sie ihn im Krankenhaus besucht, wird sie in seine wirren Komaträume gerissen und kann sich nur mit viel Mühe daraus befreien. Sie beginnt Nachforschungen anzustellen, um mehr über diesen fremden Mann zu erfahren. Bald stellt sich heraus, dass auch er ein Traumfänger ist! Kann er Janie helfen, dem Fluch zu entkommen, der auf den Traumfängern lastet?


Der erste Satz
Es ist, als könne sie nicht mehr atmen, egal, was sie tut.

Zur Leseprobe: HIER KLICKEN


Das Cover:

Das Design des Covers ist sehr schön und passt zum ersten und zweiten Teil. Allerdings gibt es keinerlei Hinweise auf dem Buch, dass es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt. So hab ich auf anderen Blogs schon gelesen, dass sie dies Buch gekauft und nix verstanden haben... nicht wissend, dass dies kein Einzelroman ist.

Meine Meinung:

ERNSTHAFT??? ECHT JETZT??? DAS ist der grandiose Abschluss der Trilogie???????

Ich weiß gar nicht, was ich über dies Buch schreiben soll, ohne total zu spoilern. Vor allem, da sich "Sleep" in ca. 5 Sätzen zusammen fassen lässt und völlig unspannend ist.
Was soll ich da noch zum Inhalt schreiben? Ich probiere es dennoch:

Wir wissen inzwischen aus dem zweiten Teil durch das Tagebuch von Ms. Stubin, dass Janie irgendwann durch ihre Gabe blind werden wird und ihre Hände unbrauchbar werden.
Und so kämpft Janie nun mit sich, ob sie in die Isolation gehen soll (Einsamkeit) oder ob sie der Polizei weiterhin mit ihrer Gabe hilft und damit riskiert, noch eher blind zu werden (wenigstens mit Carl zusammen bleiben).

Was Carl aber nicht offen aussprechen kann, ist, dass er Angst vor der Zeit ihrer Blindheit hat – Janie sieht es in seinen Träumen. Und so geht die On-Off-Story weiter.
Im ersten Teil fand ich es noch gut, im zweiten Teil passte es einfach zur Story, aber so langsam sollte die Beziehung dann doch im dritten Teil mal gefestigt sein.
Statt dessen findet man Zweifel, Zickereien, Unsicherheit und keiner der Umstehenden weiß, ob sie nun gerade ein Paar sind oder nicht. Mich hat es in diesem Teil langsam wirklich angeödet.

Dann taucht auf einmal Janies Vater auf... Überraschung!!! Allerdings liegt der Arme mit einem explodierten Hirn im Krankenhaus. Jaaaa.. explodiert ;) So nennen sie es da.
Dennoch wird er am Leben gehalten und scheint zu träumen. So wird die Protagonistin wieder unfreiwillig in Träume gezogen, die diesmal auch körperlich sehr schmerzhaft für sie sind.
Janie versucht nun also heraus zu finden, wie ihr Vater so war und vor allem: 
Was ist mit ihm passiert? Er lebte in der Isolation… war er auch ein Traumfänger?
War er blind? Weiß er etwas über die Gabe? Kennt er vielleicht eine Lösung, die Nebenfolgen der Gabe zu verhindern?

So… soweit erzähle ich aus dem Buch.  
Wobei man sagen muss: damit ist auch der Großteil schon erzählt.

Das Buch liest sich durch den bekannten Schreibstil wieder sehr schnell. 
Große Schrift und kurze Sätze tun ihr übriges.

Ich empfinde „Sleep“ absolut nicht als Abschluss, so dass ich Carl und Janie gar nicht richtig gehen lassen kann. Dies Buch war irgendwie… witzlos.
Es hat mich nicht viel weiter gebracht und so kann ich nur denken: What the….?!?!

Ja, ein paar neue Details erfährt der Leser. Ich würde nun endgültig spoilern, wenn ich auch nur 2-3 interessante Dinge aus dem Buch erzähle, denn mehr gibt’s da auch nicht.

Mich lies beim Lesen das Gefühl nicht los, dass das Buch vor Logikfehlern strotzt – oder ich bin einfach zu blöde den Gedankengängen der Autorin zu folgen-

(Mir will z.B. nicht 100% in den Kopf, wieso verstorbene Personen, die sich im vorigen Buch eigentlich verabschiedet haben, plötzlich als reale Personen im Traum wieder auftauchen.. also so real, dass Janie eine richtige Unterhaltung mit der Person führen und um Hilfe bitten kann)

Es sind so viele Ereignisse oder Nicht-Ereignisse im Buch, die mich aufregen... ahhhhhh!

Ich weiß nicht, ich stand heute Morgen unter der Dusche und dachte über das Buch nach und wurde fast sauer. Ich hab mich so sehr darauf gefreut, denn als eine der wenigen Personen
kam ich ganz gut mit dem absolut seltsamen Schreibstil, der natürlich auch in diesem Buch wiederzufinden ist (3. Person, Präsens, teilweise sehr kurze Sätze), sehr gut klar.

Es wäre eine gute - längere - Novelle zwischen Teil 2 und 3 gewesen oder meinetwegen wäre es auch als Mittelteil noch einigermaßen solide durchgegangen. Aber als Abschluss der Trilogie ist das Buch einfach nur lachhaft. Sehr sehr schade.

Die Idee ist so grandios und man hätte so wahnsinnig viel aus der Story rausholen können. Wieder einmal eine Idee, die leider völlig verschwendet wurde.

Jede Menge offene Fragen lassen mich frustriert zurück.

Enttäuschung pur!

Bewertung:

Über die Autorin:
Lisa McMann wollte seit der vierten Klasse Schriftstellerin werden. Mit ihrem ersten Roman WAKE schaffte sie es direkt auf die New York Times Bestseller-Liste. Lisa McMann lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Arizona.

Hier kaufen:

Kommentare:

  1. gute Rezension :)
    Aber wie macht man den Kasten, den du hast, wo der Inhalt drin steht?

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    1. Danke :)

      Der Kasten ist ein "blockquote"

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