Sonntag, 17. Februar 2013

[Rezension] "Dylan & Gray" von Katie Kacvinsky

Verlag: Bastei Lübbe (Boje)
Seiten: 240
ISBN: 341482079X
Originaltitel: First Comes Love
Buchreihe: Nein
Erscheinungsdatum 29. Januar 2013
Bewertung: 5 von 5 Punkte
Gray ist ein cooler Typ. Er läuft nur mit seinem iPod rum und interessiert sich nicht sonderlich für das, was um ihn herum passiert. Dylan ist das pure Gegenteil: Sie sprüht vor Energie, steckt voller Ideen und will aus jedem Tag etwas Besonderes machen. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein - und doch bemerken sie einander, lernen sich kennen, freunden sich an und verlieben sich schließlich ineinander. Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende und den beiden ist klar, dass sich ihre trennen werden. Zeit zu erkennen, wie leicht es ist, sich zu verlieben - und wie viel schwerer es sein kann, sich wiederzufinden, wenn man sich einmal verloren hat.


Der erste Satz
Aus dem Augenwinkel beobachte ich ein Mädchen auf der anderen Seite des Campus.

Zur Leseprobe: HIER KLICKEN


Das Cover:

Passend und schön, obwohl Dylan & Gray in meinem Kopf dann doch irgendwie ganz anders aussahen.

Meine Meinung:

Endlich mal kein Trilogie-Auftakt.. yippieee !!!

Ich freue mich, wenn mir mal wieder öfters Einzelteile in die Hände geraten, denn mal ehrlich, wie vielen Buchreihen kann ein einzelner Mensch folgen? 


"Dylan & Gray" ist das zweite Buch von Katie Kacvinsky, dass ich gelesen habe.

Durch andere Rezensionen wusste ich bereits, dass dies Buch nicht nur eine seichte Liebesgeschichte ist. Es beinhaltet auch ein ernsteres Thema: Verlust.

Im Vergleich zu manch anderen Büchern, ist es hier jedoch auf sehr angenehme Art eingebaut. Bei manchen finde ich es zu bedrückend und deprimierend und habe das Gefühl, die Gesamtstimmung im Buch wird runtergedrückt. Dies ist bei "Dylan & Gray" nicht der Fall.


Während Gray für mich ein - wenn auch sympathischer - typischer Junge war, ein wenig geheimnisvoll und aus guten Gründen etwas in sich gekehrt, war Dylan für mich einer der tollsten weiblichen Charaktere, die ich je "kennen lernen" durfte. Katie Kacvinscy hat hier einen außergewöhnlichen Charakter geschaffen, bei dem man denkt: Wenn jeder Mensch eine Dylan hätte, wäre die Welt ein besserer Ort.


Sie ist lustig, humorvoll und einfach etwas ganz besonderes. Obwohl auch für sie das Thema Verlust kein Fremdwort ist, steckt sie voller Leben und möchte die Welt entdecken und so scheut sie auch nicht davor zurück, tausende von Kilometern mit ihrem orangem altem Auto - dass sie liebevoll Gürkchen nennt - zurückzulegen und in einen andere Staaten zu ziehen, um diese zu erkunden.

Sie ist quirlig und setzt jeden Tag eine spontane Idee um, wie: einen ganzen Tag nicht sprechen oder sich an einem Tag Zeitungen kaufen, die sie noch nie gelesen hat (auch wenn sie dann mit dem "Hausfrauenmagazin" und "World of Wrestling" nach Hause geht) um ihre Perspektive zu erweitern.


Dylan vermag es, zu dem verschlossenen Gray vorzudringen und entführt ihn in ihre kleine verrückte Welt, in dem alle Gegenstände einen Kosenamen haben. Mit ihrer Lebensfreude konnte sie nicht nur Gray verzaubern. Wie gesagt, man wünscht sich beim Lesen, eine Dylan als seine beste Freundin nennen zu dürfen.

Die Beiden erleben einige verrückte Dinge auf spontanen Ausflügen und nach und nach merkt Gray, dass er dabei ist, sich in ein Mädchen zu verlieben, dass er zunächst für völlig verrückt hielt. Sie verändert sein Leben komplett und er spürt, dass er ohne sie nicht mehr leben möchte. Doch wie soll man ein Mädchen halten, dass Hummeln im Hintern hat und sich nicht festsetzen möchte... deren Reise durch die Welt doch gerade erst begonnen hat?

Es hat einfach Spaß gemacht das Buch zu lesen. Ständig war man gespannt darauf, was sich die Verrückte wieder Neues einfallen lässt und vor allem ob, und wie es für die Beiden ein Happy End geben kann, da von Anfang an klar ist: Dylan ist nur für einige Wochen in Grays Stadt, um das Haus ihrer Tante zu hüten.

Bei diesem Buch fliegen diese Seiten nur so dahin und während man eine berührende, lustige und völlig unkitschige Liebesgeschichte liest, nimmt man sich auch etwas für sich selbst mit und denkt sich im Stillen: Vielleicht sollte ich ein wenig mehr wie Dylan werden und auch jeden Tag eine spontane Sache machen.

"Dylan & Gray - eine Liebesgeschichte in 26 Kapiteln", deren Kapitel ganz süß alle mit "Erste/s/r.. anfangen (Erste Begegnung, erster Versuch, erste Hürden, erste Entfaltung, erster Kuss, erster Streit etc. etc.), hätte von mir aus gerne: "Eine Liebesgeschichte in 52 Kapitel" heißen dürfen. 
Wunderschönes, wenn auch zu kurzes, Lesevergnügen. 

Ich kann es kaum glauben, dass es aus der gleichen Feder stammt wie "Die Rebellion der Maddie Freeman". Vielleicht sollte Katie Kacvinsky ihren Schwerpunkt auf Contemporary Romance verlegen, denn dies liegen ihr eindeutig mehr. 
(Theoretisch müsste ich im direkten Vergleich ihrem anderen Buch einen Punkt abziehen, ich lasse es aber nun so) 
Interessant war es auch zu lesen, dass die Autorin selbst ein wenig Dylan ist, denn viele der Ereignisse aus dem Buch, sind autobiographische Erlebnisse aus ihrem Leben.

Kurz, niedlich, liebenswert, lustig.
Lesenwert? Auf jedenfall!!

Bewertung:



Über die Autorin:
Katie Kacvinsky arbeitete als Lehrerin, bevor sie sich entschied, ihre Zeit ganz dem Schreiben zu widmen. Sie lebt in Oregon/USA.

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1 Kommentar:

  1. Liebe Nica,
    tolle Rezi! Im Normalfall lese ich ja überwiegend Thriller, und eher keine Liebesgeschichten... Diese Rezi macht aber richtig Lust darauf, das Buch auf meine Wunschliste zu setzen.... =)

    Alles Liebe,
    Battledwarf von Addicted to every Moment

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Ich freue mich wirklich sehr über Kommentare. Vielen Dank! <3