Donnerstag, 28. Juni 2012

[Rezension] "Der Seelenbrecher" von Sebastian Fitzek

Verlag: Knaur TB
Seiten: 368
ISBN: 3426637928
Originaltitel: Der Seelenbrecher
Buchreihe: Nein
Erscheinungsdatum September 2008
Bewertung: 4,5 von 5 Punkte
Eine psychiatrische Klinik, durch einen Wintersturm von der Außenwelt abgeschnitten, beunruhigende Meldungen über einen Mann, der Frauen innerlich bricht, ein Protagonist, der die Erinnerung an sich und seine Vergangenheit verloren hat. Im Mittelpunkt des Romans steht "Caspar", ein junger Mann mit totaler Amnesie. Erst nach und nach lernt er sich selbst näher kennen. Dabei sind die Dinge, an die er sich erinnert, mindestens so unheimlich wie die Gegenwart, in der er nach einem Unfall in die einsam gelegene Klinik eingeliefert wird. Gibt es eine Verbindung zum "Seelenbrecher", und was eigentlich tut er seinen Opfern an, jungen Frauen, die über kurz oder lang nach der Begegnung sterben? Jahre nach den Ereignissen in der Klinik recherchieren Studenten in einer Krankenakte, die Klarheit bringen soll. Angeleitet werden sie dabei von einem Professor, den ein dunkles Geheimnis zu umgeben scheint. Es dauert nicht lange, und die Studenten geraten in den Sog der unheimlichen Schilderungen.


Der erste Satz
Zum Glück war alles nur ein Traum.

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Das Cover:
Ich bin wahrlich keine Expertin für Psychothriller-Cover. Anziehen würde es mich nicht, ich empfinde es aber als sehr passend zum Inhalt der Geschichte.

Meine Meinung:
Ich habe mir nicht in die Hose gemacht.. juhu!!

Im Ernst, es hat mich schon einiges an Überwindung gekostet, dieses Buch zu lesen. Ihr seht ja, was ich für gewöhnlich so lese. 
Nun wollte ich mich also - auf Empfehlung von Anka hin - an einen Psychothriller heranwagen.
Mir war klar, wenn einer, dann von Sebastian Fitzek. Nicht, dass ich ihn persönlich kennen würde oder schon eines seiner Werke gelesen hätte. Aber wenn man sich ein wenig in der Bloggerwelt umsieht oder etwas von seinem Facebook-Profil mitbekommt, dann hört man meist nur gute Stimmen zu seinen Werken und noch mehr über ihn selbst. Er scheint wirklich ein sehr nahbarer und sympathischer Mensch zu sein, der auch mit genialen Aktionen immer wieder seine Leser einzubinden weiß.

So könnte man sagen, ich war schon Fitzek-Fan, ohne jemals einen Fitzek gelesen zu haben ;)
Wurde also höchste Zeit. 
Und dann kam die erste Seite. Wahhhh!!!
Wirklich, ich wollte kaum weiterlesen! Wie eklig.. da ist da von einer nackten Frau auf einem Frauenarztstuhl die Rede... von einem Lötkolben. Von an die Augenhöhle getackerten Augenlidern. 
Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich eine sehr sehr bildhafte Vorstellungsgabe besitze???

Der Irre im Buch wendet sich ihr mit dem Lötkolben zu und ich hab so die Beine zusammengekniffen und gedacht: das kann ich nicht weiterlesen!!
Ja, ich bin ein Weichei! Ich mag es romantisch, mit Glitzer und Liebe und Happy Ends und dann die erste Seite von diesem Buch... ähh.. lest die Leseprobe!!!
Vermutlich lachen einige von Euch mich aus, dass ich da schon dachte: What the...
aber wie gesagt, sowas bin ich nicht gewohnt und vor allem war ich NULL darauf vorbereitet: Geht es die ganze Zeit so im Buch weiter?????

Ich hab mich schon gesehen, wie ich nachts schweißgebadet aufwache.. aber ich blieb mutig und las weiter. Denn schon diese Überschrift machte ich absolut neugierig: "71 Tage vor der Angst".
WAS passiert in 71 Tagen???

Und es dauerte nicht lange, bis das Buch mich komplett gefangen nahm. Was geht in dieser Klinik vor sich? Wer ist der Irre?? Vielleicht der Protagonist selbst und er weiß es nur nicht mehr??

Ich habe mir eine spannende Geschichte erhofft, bei der ich nicht nach 3 Kapiteln sage: *gähn* "Jaja.. der Gärtner ist der Mörder.. ich weiß schon Bescheid". Ich wollte eine Geschichte, in der ich miträtseln kann und fast bis zum Schluss ratlos dastehe. Wo ich immer wieder glaube zu wissen, wie die Lösung lautet, nur um auf der kommenden Seite wieder völlig verwirrt zu werden. Und ja.."der Seelenbrecher" hat diese Erwartungen doch ziemlich genau getroffen!

Was für eine willkommene Abwechslung so meinem üblichen Genre.
Das Buch fand ich wirklich grandios, denke aber, es geht sogar noch ein Ticken mehr. Obwohl ich dies Buch als den perfekten Einstieg in die Welt der Psychothriller empfinde, wollte ich nicht schon die volle Punktzahl geben, da ich glaube, Fitzek wird mich in Zukunft noch mehr umhauen und da muss dann ja noch Luft nach oben in meinen Bewertungen sein ;)

Lieben Dank Anka, für diesen tollen Tipp!
Es war genau das Richtige für mich, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob dieses Genre etwas für mich sein könnte.. und was soll ich sagen? Der nächste Fitzek Roman steht bereits in meinem Regal.
Ich bin sicher, demnächst brauche ich wieder einmal Abwechslung von meinen üblichen Büchern und dann weiß ich schon, zu welchem Buch ich greifen werde.

"Der Seelenbrecher" - GottseiDank nicht so fieses Kopfkino für mich wie auf der ersten Seite. Nur manchmal ein bissl bäh, aber in einem für mich noch erträglichen Rahmen (allerdings war klar, dass ich diese Szenen immer grad dann gelesen hab, wenn ich gerade irgendwas gegessen habe.. mhuaa!!). Ansonsten grandiose Charaktere, eine nicht sofort durchsichtige Story & ein logisches Ende, auf das man aber nicht sofort kommt.
Prädikat: sehr empfehlenswert! :D

PS: Unbedingt die Danksagung am Ende des Buches lesen! Grandios :))))

Bewertung:
Buchtrailer

Über die Autorin:
Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin. 

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Kommentare:

  1. Aww *-* Ich liebe, liebe, liebe seine Bücher. Das tolle an ihnen sind das man überhaupt nicht aufhören kann sie zu lesen, diese Bücher sind wie eine Sucht. Ich habe alle Bücher von ihm durch, angefangen habe ich damals mit dem Augensammler (Auch ein sehr tolles Buch. Die Bücher von Cody Mcfadyen sind auch toll (:

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    1. Uii.. ein richtiger Fitzek Fan :) Augensammler werde ich dann wohl auch mal noch lesen.. vorausgesetzt, mein nächster Fitzek Roman gefällt mir auch so gut wie dieser hier.. ich bin gespannt :)

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  2. Ich liebe Thriller *_* und das buch klingt echt sehr spannend. Das muss ich auch mal lesen :)

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    1. Ich bin ja nun wirklich keine Thriller-Expertin, also weiß ich gar nicht, wieviel Wert hier meine Meinung hat.. mir fehlen ja noch Vergleichsmöglichkeiten, aber es hat mir wirklich sehr gut gefallen :)

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  3. Hey,
    deine Rezension gefällt mir echt gut.
    Mein erstes gelesenes Buch von Sebastian Fitzek war "Die Therapie" und ich muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat. Von einer Freundin habe ich das Hörbuch zum "Seelenbrecher" bekommen. So wie du es beschreibst, klingt es schon etwas "härter" als "Die Therapie". Dennoch bin ich jetzt neugierig geworden und werde es mir anhören.
    liebe Grüße deine Emma

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    1. Ha,.. die Therapie ist das zweite Fitzek Buch, dass hier bereits steht. Ob es "Härter" ist, kann ich noch gar nicht sagen.. eigentlich war ja wirklich nur der Anfang fiese ;)
      Na dann werde ich bald mal die Therapie lesen :)

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