Freitag, 23. Dezember 2011

[Rezension] "Der Teezauberer" von Ewald Arenz

Verlag: dtv
Seiten: 160
ISBN: 3423139781
Originaltitel: Der Teezauberer
Buchreihe: Nein
Erscheinungsdatum 1. April 2011
Bewertung: Ohne Wertung
Eigentlich müsste Jakob glücklich sein: Er liebt seine Frau, seine kleine Teehandlung und er hat eine ganz besondere Fähigkeit: Er kann auf Worten reisen. Wenn er vorliest, werden die Geschichten vor den Augen seiner Zuhörer zu Bildern. Er selbst träumt von einem Leben auf Tucholskys ›Schloß Gripsholm‹ oder im Chicago alter Filme. Getrieben von diesen Wunschbildern reist er in die Stadt, die schon immer ein Tor zu anderen Welten war: Hamburg. Dort wird ihm ein geheimnisvoller Tee serviert und das Wunderbare geschieht. Seine Traumwelt wird zur Wirklichkeit.

Der erste Satz
Als Jakob dreißig Jahre alt war, lag er eines Nachts im späten Frühling auf dem federnden Kissen der Haare seiner Frau und zählte sein Leben, weil er fürchtete, wieder zu träumen.

Zur Leseprobe: HIER KLICKEN

Das Cover:
Wunderschön! Das Cover gefällt mir wirklich sehr sehr gut, allerdings finde ich es nur halb passend zur Geschichte.

Fakten: 
Das Buch ist aus Sicht der 3. Person geschrieben.

Meine Meinung:
Ich wage es nicht, diesem Buch eine Wertung zu geben!

Es gibt Bücher, die liest man und manchmal verzieht man das Gesicht, manchmal lacht man, manchmal träumt man. Dieses Buch lädt geradezu zum Träumen ein, doch fürchte ich, es ist nicht ganz meins.
Der Teezauberer ist ein Märchen für Erwachsene, in das man sich hineinfühlen muss. Dies kann nicht jeder und so bleibt einem vermutlich der wahre Zauber verwehrt.

Sei es, dass der Schreibstil nicht ganz meine Welt ist. Vielleicht bin ich auch zu dumm/naiv/nicht geeignet/unpoetisch/unreif um ganz in die Welt einzutauchen, die Ewald Arenz dort geschaffen hat.

Der Teehändler Jakob ist so unglücklich und erst eine Reise nach Hamburg sorgt dafür, dass sich seine Welt auf den Kopf stellt. Es scheinen sich alle um ihn herum zu verändern. Ich schätze, mir fehlt die Reife trotz meines Alters, um mich fallen zu lassen und hinzunehmen, dass sich Jakobs Welt einfach so ändert, um nicht alberne Witze darüber zu machen, was in dem Tee wohl so drin war, dass er jetzt solch Phantasien hat. Oder ob mit Tee nicht vielleicht eher Pilze gemeint sind ;)

Aber doch war ich zumindest im Ansatz in der Lage auch die Schönheit in dem Buch zu erkennen und viele poetischen Sätze luden auch mich zum mit träumen ein. Immer wieder finden sich in der Geschichte Absätze zum Thema Tee. Geschichtliche Informationen, die zum Teil sehr interessant waren, zum Teil aber auch ein wenig "strange" - Teeliebhaber werden diese Absätze aber vermutlich verschlingen.

Da ich glaube, ein Journalist der z.B. immer nur Rockkonzerte besucht, sollte sich kein Urteil über eine klassische Oper erlauben, so denke ich, bin ich recht ungeeignet diesem Buch eine Bewertung zu geben.
Ich glaube, würde ich dieses Buch wirklich mit Punkten bewerten, so würde ich einem kleinen Kunstwerk wahrscheinlich ein ziemliches Unrecht antun. Und so belasse ich es einfach dabei und rate allen Interessierten: Lest die Leseprobe (siehe Link oben) und fühlt in Euch hinein, ob ihr denkt, das Buch könnte Euch gefallen.

Ich habe den Kauf nicht komplett bereut, denn es ist wirklich etwas Besonderes und für eine wie mich, die sonst eher Jugendliteratur liest, eine komplett neue Welt und neue Erfahrung gewesen.

Vielleicht lese ich das Buch in 10 Jahren noch einmal und vielleicht kann es mich dann komplett in seinen Bann ziehen.

Über den Autor:
Ewald Arenz, geboren 1965 in Nürnberg, studierte in Erlangen Anglistik und Amerikanistik sowie Geschichte und publiziert seit Beginn der neunziger Jahre. Unter anderem erschienen die beiden Romane ›Der Teezauberer‹ und ›Die Erfindung des Gustav Lichtenberg‹. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, 2004 erhielt er den Bayerischen Staatsförderpreis für Kultur. Ewald Arenz lebt mit seiner Familie in Fürth. (Quelle dtv)



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Kommentare:

  1. Ich bin total neugierig auf das Buch,kannst du mir ja schenken :)

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  2. Dann kann ich es doch nicht in 10 Jahren nochmal lesen ;)

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  3. Dann schenke ich es dir in 10 Jahren einfach wieder zurück,zwinker

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