Freitag, 7. Oktober 2011

[Rezension] "Mondfrau" von Claudia Liath

Verlag Drachenmond Verlag

Seiten 202
ISBN 3931989518
Buchreihe? Nein
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Ein poetischer Märchenroman: Auf der Suche nach einer Identität und einem Namen verlässt der Mond den Himmel und begegnet auf seiner Reise zahlreichen Wesenheiten. Zeitgleich macht sich ein junger Barde auf den Weg, um das Geheimnis des verschwundenen Mondes zu lösen.

Der erste Satz
Es war eine laue Herbstnacht.

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Das Cover:
Von der Idee her finde ich das Cover wirklich schön. Nur das Gesicht der Frau empfinde ich persönlich nicht als wirklich schön. Dennoch ist es vom Gesamtbild sehr gelungen.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist wahrlich Märchenhaft!!
Es lässt sich mit nichts vergleichen, was ich zuvor gelesen hab und ganz ehrlich?
Ich war erst nicht sicher ob mir das Buch gefallen wird. Leider gehöre ich nicht zu den Leuten, die auf sehr poetischen Schreibstil stehen, ich kann auch mit Gedichten leider nicht sonderlich viel anfangen.

Aber dennoch mochte ich das Buch ziemlich schnell.
Jeder Stern, jeder Planet.. alle haben ihren Platz im Universum und sind glücklich.
Eines Tages aber ist der Mond traurig.

"Ich wünsche mir so sehr einen Namen“, wisperte der Mond so leise wie sachte fallende Blätter in einer verhangenen Herbstnacht. Als wäre es eine unangebrachte, ja beinahe unanständige Bitte setzte der Mond hinzu: „Einen eigenen Namen."

Spätestens da hatte mich die Geschichte.. es löste so ein "Ochhhhh... armes süsser Mond" aus und zack, natürlich wollte ich dann wissen, ob die Himmelsmutter dem Mond denn erlaubt auf die Erde zu gehen und nach seinen Namen zu suchen. 
Der Mond bekommt die Erlaubnis, doch mit ungeahnten Folgen. 

Denn natürlich brauchen alle den Mond. Das Wasser, dass dem Mond dient.. die Menschen, die Tiere. 
Darum macht Insint - ein junger Barde - sich auf die Suche nach dem Mond und bereist mit seinem zotteligen Pferd die ganze Welt.

Die Geschichte wechselt sich ab, mal erfährt man, was der Mond erlebt, mal, wem Insint auf seiner Suche begegnet und die Frage stellt "Ich suche den Mond in Menschengestalt, muss ich nach einer Frau oder einem Mann suchen?". 

Auf dieser Reise treffen die Beiden auf allerlei Wesen, sei es das Leben, der Tod, die Gier, die Macht, das fahrende Volk, auf die Worte, auf Könige, Feen, Kirchenmänner.. etc. Und alle haben sie eine Geschichte zu erzählen. Diese werden in Gedichtform erzählt und beinhalten so allerlei Wahrheiten, die dem Leser auch zum nachdenken bringen. 

So zum Beispiel erzählen Geister, was geschehen war, dass sie zu Geister wurden, die keinen Frieden finden: 

Sie vergifteten den Planeten und nannten es Fortschritt.
Sie quälten seine Geschöpfe und nannten es Forschung.
Sie zerstörten ganze Lebensräume und nannten es Zivilisation.
Sie beuteten einander aus und nannten es Wirtschaft.

Das Buch steckt also voller Weisheiten und Wahrheiten und alles wirklich märchenhaft verpackt in einem bildhaften und poetischen Schreibstil.

Dies ist keine Geschichte, die man mal eben zwischendurch liest. Diese Geschichte muss man in Ruhe genießen und langsam lesen , um auch die vielen Botschaften zwischen den Zeilen zu erkennen und verstehen.  Es ist toll, was sich Claudia Liath hat einfallen lassen, um z.B. die Gier als eine Art Fabelwesen darzustellen.
Also lest es einfach.. lasst Euch einfach auf dieses schöne Buch voller Mythologie, Fantasie, Lyrik & Botschaften ein.

Dies Buch werde ich sicherlich irgendwann noch einmal lesen, es regt wirklich zum nachdenken und träumen ein. Und ob der Mond am Ende seinen Namen bekommen hat? Ich verrate es nicht ;) 

Bewertung:

Über den/die Autor/in:
Claudia Liath, Jahrgang 1972, schrieb bereits mit fünfzehn Jahren einen Fantasy-Roman. Es folgten weitere Romane, ebenso Kräuter-und Rezeptbücher. Sie lebt mit ihrem Mann, 15 zugelaufenen Katzen, 2 Hunden und 3 Pferden in der Grafschaft Bentheim.



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