Montag, 31. Oktober 2011

[Rezension] "Das Mallorca Kartell" von Elke Becker

Verlag: Schenk Verlag
Seiten: 240
ISBN: 3939337854
Buchreihe: Nein
Erscheinungsdatum 31. August 2011
Bewertung: 4 von 5 Punkte
Mallorca - Der plötzliche Tod der vermögenden Carmen Gómez trifft Cristina Díaz und Célia Crespo schwer. Wie konnte die rüstige alte Dame einfach im Schlaf sterben? Als Célia nach Carmens Ableben bemerkt, wie auf deren Grundstück Abholzarbeiten stattfinden, alarmiert sie ihre Ziehtochter Cristina. Die engagierte Umweltschützerin verhindert das Fällen der Baumriesen in letzter Minute und ermittelt den Auftraggeber. Carmen soll ihr Anwesen zwei Tage vor ihrem Tod verkauft haben. Cristina ist sich sicher; niemals hätte Carmen freiwillig ihre geliebte Finka aufgegeben. Bei ihren Recherchen kommt Cristina skrupellosen Geldwäschern und korrupten Behörden auf die Spur. Sie gerät in ein Dickicht aus Geldgier, Macht und politischer Interessen, bis sie letztlich vor der lebensgefährlichen Wahrheit steht ...

Der erste Satz
Carmen Gómez lag in ihrem Bett und starrte in die Dunkelheit.

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Das Cover:
Das Cover ist recht passend zum Buch gehalten und deutet mit dem Fadenkreuz bereits auf einen spannenden Krimi hin. Es gefiel mir ganz gut, bis ich mir hinten im Buch die weiteren Buchvorschläge anschaute und das Cover zu "Die Mallorca Mafia" von Werner Geismar sah. Beide ähneln sich wirklich sehr, so dass man erst vermuten könnte, die Bücher gehören irgendwie zusammen. Ich glaube, das dem nicht so ist und so finde ich es ein wenig schade, dass dieser spannende Krimi kein ein individuelleres Cover bekam.. verdient hätte es das.

Meine Meinung:
Es geht auch mal so ganz ohne Liebesherzschmerz... oder?!

Normalerweise lese ich ja wirklich gerne Bücher nach dem Schema: Er verliebt sich in sie und umgekehrt.. natürlich ist diese Liebe aus welchen Gründen auch immer nicht gut/verboten/gefährlich. Am Ende gibt es aber doch ein Happy End und mein kleines Herzchen hüpft vor Freude.

Das alles hab ich in diesem Buch nicht gefunden .. und dennoch hüpfte mein Herz ganz schön! 
Aber diesmal eher vor Spannung! Ich war unsicher, ob es das Richtige für mich ist, denn ich taste mich ja noch recht langsam an die Krimi/Thriller Welt heran. Aber auch dies Buch konnte mich überzeugen, meine Fühler mal weiter in diese Richtung auszustrecken, denn für mich war das Buch ein Pageturner.

Gleich das erste Kapitel wusste, wie es mich packen kann und sorgte dafür, dass ich unbedingt weiterlesen musste. Eine kleine Kritik ist, dass mir die Namen teilweise zu ähnlich waren und dies mir manchmal ein klein wenig Probleme bereitet hat... aber auch dies bekam ich dann noch in den Griff und schmälerte nicht den Spannungsbogen, der in diesem Buch sehr hoch ist. Kaum ist eine schlimme Sache passiert und man denkt, nun ist erstmal gut, dann kommt trotzdem der nächste Knaller.

Und man fängt an die Hauptprotagonistin Cristina für ihren Mut und ihre Stärke zu bewunden. Elke Becker hat einen nicht zu bildhaften Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen lässt. Sie beschreibt genug, dass man sich die Insel schön vorstellen kann, aber ist nicht zu detailliert, dass die eigentliche Story vor lauter "die Blätter sind so grün" Erklärungen untergeht.

Auch als eine nicht so Krimi-versierte Leserin, hatte ich schon eine Vermutung, wie diese Geschichte am Ende aufgelöst wird und lag damit auch recht nahe an der Wahrheit. Doch passierten im Laufe der Story auch viele unerwartete Dinge, mit denen ich nun gar nicht gerechnet hatte und die mich wirklich überraschen konnten. Meinetwegen hätte das Buch gerne noch so 20 Seiten mehr haben dürfen, dann wäre die Auflösung am Ende vielleicht nicht so kurz ausgefallen, denn während 240 Seiten gewöhnt man sich so schnell an Christina, dass mir das Ende der Geschichte zu kurz kam. Zwar sind alle Fragen beantwortet, aber ich wäre lieber "sanfter" aus der Geschichte entlassen worden.

Und wisst ihr was? Es gibt sogar einen Gärtner in dieser Geschichte ....*lach* ... ob er der Mörder ist?
Das solltet ihr selbst raus finden... ich werde ganz sicher nichts verraten.

Mit dem "Mallorca Kartell" kauft ihr auf jeden Fall einen packenden Krimi, der wunderbar verregnete Herbstabende spannend gestaltet. Ich habe 2 Abende für dies Buch gebraucht, womit es auch ein prima "mal was anderes für Zwischendurch" Buch ist (das ist absolut nicht abwertend gemeint, es ist einfach nicht sooo dick, dass man da eine Woche für benötigt... leider).
Auch für NICHT Mallorca Kenner oder Fans Prädikat empfehlenswert und ich werde sicher nun auch auf andere Werke von Elke Becker ein Auge werfen.

(Und ... psst... vielleicht hüpfte mein Liebesherzschmerz-Herzchen ganz am Ende doch noch ein wenig?!?!... ;))

Bewertung:

Über den/die Autor/in:
Elke Becker, Jahrgang 1970, arbeitete als Sekretärin in Bayern. Um ihre Abenteuerlust zu befriedigen, bereiste sie Süd- und Mittelamerika sowie einige Karibikinseln mit dem Rucksack, um Land und Leute hautnah zu erleben. In Venezuela studierte sie Spanisch und begann Kurzgeschichten zu schreiben. In der Dominikanischen Republik betrieb sie gemeinsam mit ihrer Schwester eine eigene Sprachschule. Seit fünf Jahren lebt sie auf Mallorca, wo sie neben ihrer Marketingarbeit in einem Immobilienbüro eine Weiterbildung zur Drehbuchautorin absolvierte.

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Kommentare:

  1. Huhuu Nica!
    Ich war ganz überrascht, als ich gesehen habe, welches Buch du zur Zeit liest. Einen "normalen" Krimi hatte ich bei dir so gar nicht erwartet!
    Schön, dass du mal in ein anderes Genre hineingeschnuppert hast und dass du nicht enttäuscht wurdest.
    Liebe Grüße
    Anka

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  2. Hallo,

    nun war ich schon gespannt auf deine Rezi und finde sie sehr schön geschrieben.

    Liebe Grüße,
    Jai

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