Samstag, 9. Juli 2011

[Rezension] Vision - Das Zeichen der Liebenden von Ana Alonso und Javier Pelegrin

Verlag Arena

Seiten 464
ISBN 3401066552
Buchreihe? Ja, 1 von 3
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Als Alex nach einer Party der geheimnisvollen Jana folgt, trifft er damit eine Entscheidung, die sein Leben verändert: Noch in derselben Nacht sticht Janas Bruder ihm ein Tattoo, von dem es heißt, es habe magische Fähigkeiten. Von nun an kann Alex Janas Empfindungen spüren, wann immer sie in seiner Nähe ist. Doch wenn er versucht, sie zu berühren, verbrennt ihn ein alles verzehrendes Feuer. Denn Jana ist kein gewöhnliches Mädchen. Und in ihrer Welt wäre die Liebe zu Alex unverzeihlich.

Der erste Satz
Diese Nacht würde anders sein als alle anderen Nächte zuvor.

Meine Meinung:
In meiner neuen Version von "Ich lese" (KLICK) schrieb ich bereits, dass ich das Buch bis Seite 210 gelesen hatte und war eher wenig angetan.

Der Schreibstil ist unverblümt (zumindest in der ersten Hälfte... später wird es sehr philosophisch) und lässt sich leicht und flüssig lesen, doch leider bleiben alle Charaktere oberflächlich und kühl. Gerade den Hauptprotagonisten Alex konnte ich nichts abkaufen. Für mich ist er leider recht unglaubwürdig beschrieben. Auch einige Erklärungen in dem Buch sind für mich zu leicht abgehandelt, so dass ich kaum in die Geschichte rein fand.

Es war so ein: Hmm.. ich muss mal weiterlesen. Aber es war nicht so, dass ich mich auf das weiterlesen gefreut habe.

Alex verfolgt die kühle und unnahbare Jana nach einer Party und von da an, beginnt sich sein ganzes Leben zu verändern. Es ist unglaublich, mit was er konfrontiert wird und doch scheint er alles recht locker hinzunehmen und zu akzeptieren, alles begründet durch seine endlose Liebe zu Jana, mit der er vorher noch nie gesprochen hat. Möglich, dass 16 Jährige glauben, sie könnten so tief und unendlich lieben und dafür auch ihren eigenen Tod auf sich nehmen würden.... sicherlich hab ich ähnliche Dinge auch als Teenie mal in mein Tagebuch geschrieben ;) Aber hier finde ich einfach keine Verbindung zu Alex

Auch Jana bleibt ein Mysterium... man weiß nicht so ganz genau, wie sie empfindet. Was ihr Ziel ist, wirkt sie doch immer recht gleichgültig und berechnend. Mir passierte auch einfach zu wenig. Beziehungsweise, im Grunde passiert eine Menge... Veränderungen in Alex Leben, aber dadurch, dass er das alles so locker hinnimmt, wird man auch selbst in dem Buch nicht mitgerissen und man kann diese Liebesgeschichte einfach nicht nachvollziehen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hätte ich dem Buch 2 von 5 Punkten vergeben. Aber es wurde dann tatsächlich noch besser.
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Das Buch ist in 4 Teile unterteilt. Während es in Teil 1 bis 3 um Alex geht, erfährt man in Teil 4 mehr über Jana, wie es ihr ergeht und was sie fühlt. Endlich erfährt man etwas über die weibliche Hauptfigur und sie gewinnt sogar mal etwas an Tiefe,... man erfährt etwas über ihre Gefühle, ihre Gedanken, ihre Zerrissenheit. Während mir Alex nach 3/4 des Buches noch immer ziemlich egal war, schaffte wenigstens Jana es im letzten Viertel des Buches langsam meine Sympatie zu gewinnen.

Mein eigentlicher Held in dem Buch ist jedoch Erik - Alex bester Freund. Er war der Einzige, der mich richtig überzeugen konnte und all meine Sympatie bekam, die Alex gebraucht hätte, damit mich das Buch mehr anzieht.

Die Geschichte wird im dritten und vierten Teil des Buches spannender, weil man nun langsam mehr über die Hintergründe erfährt. Erklärungen bekommt und so langsam geht einem auf, wie komplex die Story doch eigentlich ist (manchmal fast ZU komplex, da man auch hier mit vielen Namen div. Personen und Klane konfrontiert wird, aber es ging grad noch, um am Ball zu bleiben) und so langsam bekommt man das Gefühl, dass im 2.ten und 3.ten Band der Trilogie noch so einiges passieren kann und wird. Und dass die Geschichte noch sehr sehr steigerungsfähig ist... denn das Potenzial ist da.

Allerdings fehlt mir oft die einleuchtende Erklärung für das "Warum?" Während man beim Klappentext an eine Fantasy-Liebesgeschichte denkt, die in der Realität spielt... in der es aber magische Tattoos gibt, so geht es doch um viel mehr.. um seit Jahrhunderten existierende Klane, die teilweise Bündnisse bilden, sich dann wieder verfeinden... dann wiederum gegen "die Wächter" um ihre Existenz kämpfen und die Frage ist das WARUM? Man landet in einer Fantasiewelt, die auch in versch. Dimensionen etc. spielt. Das WARUM wird höchst philosophisch erklärt...
Alle geben höchst philosophische Sätze von sich, die ich jetzt nicht wiedergebe, da ich a) sonst spoilern würde und b) Äh.. ich hab es nicht 100% kapiert, tut mir leid :(

Dem Vergleich aus der Werbung mit "Vision wäre so spannend wie Cassandra Clares Chronik der Unterwelt" kann ich leider nicht zustimmen.

Dennoch hat das Buch für mich nach den schwachen Einstieg noch einmal etwas herum gerissen und so ist es eine Fantasygeschichte mit einigen Schwächen, aber auch hohem Potenzial, so dass ich mir einfach erhoffe, dass die Fortsetzung ordentlich was drauf setzt und mich noch wirklich überzeugen kann.
Es hat mich nicht vollends in seinen Bann gezogen, aber doch hat es genügend gute Ansätze, dass ich bei der Trilogie bleiben werde und wissen möchte, wie diese Trilogie enden wird.

Für Fans des Fantasy-Genres ist dies Buch ein Muss - bzw. denen empfehle ich es auf jeden Fall, aber an die Chroniken der Unterwelt kommt es leider nicht heran. Ich bin gespannt, ob ich nach Teil 2 der Trilogie diese Meinung revidieren kann :) Ich habe große Hoffnung!

Für die vielen guten Ansätze, das tolle Cover, die interessante - wenn auch etwas verwirrende - Hintergrundgeschichte der Klane und die dann doch spannende zweite Hälfte des Buches gibt es von mir gute 3 von 5 Punkten.

Bewertung:


Über die Fortsetzung
Teil 2 wird auf Deutsch ca. Januar 2012 erscheinen unter dem Titel:
Illusion - Das Zeichen der Nacht

Teil 3 ist für den Juni 2012 unter dem Titel: Imagination - Das Zeichen der Wächter geplant.

Über den/die Autor/in:
Ana Alonso wurde 1970 in Barcelona geboren. Aber sie hat fast ihr ganzes Leben in Leon verbracht. Als gelernte Biologin, arbeitet sie nun als Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie hat bereits 5 Bücher mit Gedichten verfasst, für die sie viele Preise erhielt. Ausserdem hat sie Robert Louis Stevenson, Henry James und Nathaniel Hawthorne übersetzt. Sie hatte großen Erfolg mit dem spanischen Buch "Versos piratas, piratas en verso" und hat danach einen weiteres Buch namens "Los instantes perfectos" veröffentlicht, ausserdem hat sie die ersten Zwölf Teile einer Kinderserie namens "Pizca de Sal" geschrieben.
Javier Pelegrin wurde 1967 in Madrid geboren. Er ist der Ehemann von Ana Alonso, mit der er gemeinsam dies Buch schrieb. Javier hat einen Abschluss als Philologe an der Universität von Murcia und schloss sein Studium in Paris und Torino ab. Nun ist er ein High-School-Lehrer für die spanische Sprache und Literatur und besitzt ein großes Wissen über Jugendliteratur und dem Fantasy-Genre im Allgemeinen.


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Kommentare:

  1. Upssss.. *lach* Äh.. nee.. habs korrigiert.. danke :)

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  2. Hmm, irgendwie schade. Hatte mir von der Story irgendwie mehr erhofft. Der Klappentext ist so toll und erst das Cover *schmacht*!

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  3. Hab mir das Buch auch geholt und finde es jetzt auch nicht so schön geschrieben....
    Ich hatte mir mehr vo der Liebesgeschichte erhofft.

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  4. Hab ne frage, könnt ihr mir sagen ob das buch "viel" von jana und alex handelt. gibt es zwischen den beiden eine gute lovestory?<3

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    1. In Teil I hat Alex erstmals persönlichen Kontakt zu Jana, er nähert sich ihrer in der Realität an, kann dann wegen eines magischen Tatoos aber nicht mehr in ihre unmittelbare Nähe.
      Sein bester Freund stellt ihn ein wenig in den Schatten, Erik ist beliebt in der realen Welt u bei den Medu sehr mächtig.
      Jana entscheidet sich aber überraschend doch für Alex, obwohl er es nicht leicht hat.
      In Teil II wankt deren Beziehung extrem. Besonders Jana wird von Zweifeln geplagt, ob sie Platz in Alex Leben hat, der noch sehr am Alltag in der echten Lebenswelt hängt.
      Doch Schluss endlich spiegelt sich in dem Buch wider, was jeder kennt... Zweifel an der Aufrichtigkeit der Gefühle des anderen, denn trotz magischer Fähigkeiten wissen auch Jana u Alex nicht, was der andere denkt u was in seinem Inneren vorgeht.

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