Mittwoch, 27. Juli 2011

[Rezension] Eulenflucht von Emily Kay

Verlag Elysion-Books

Seiten 240
ISBN 394260213X
Buchreihe? Ja, 1 von 3
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
»Wenn Deine Liebe alle in Gefahr bringt, die Du liebst ... « *** Ich schwankte, als die Fensterscheiben barsten und ich mit meinem Kopf gegen eine Wand schleuderte. Etwas glitt aus meinen Händen. Ein Geigenkasten. Jetzt zerbrochen. Benommen sah ich auf einen jungen Mann vor mir, der ebenfalls gestürzt war. Er richtete sich auf und drehte sich um. Ich blickte in seine wunderschönen smaragdgrünen Augen, als er meinen Namen rief: Elisaaabeeeth!*** 

Immer wieder träumt Mae den gleichen Albtraum, der scheinbar keine Verbindung zu ihrem Leben hat. Und trotzdem lassen sie die Traumbilder und Gefühle nicht los. Wenig später tauchen Sam und Konrad auf - zwei rätselhafte Brüder. Mae spürt vom ersten Augenblick eine Anziehung zu Sam, die sie sich nicht erklären kann. Noch ahnt sie nicht, dass die Brüder ein dunkles Geheimnis umgibt, das mit ihr verbunden ist. Ein Schicksal, das nicht gebrochen werden kann. Eine Liebe gegen jede Vernunft. Denn sie zerstört die Menschen, die sie liebt.

Der erste Satz
Dresden, 14. Februar 1945. Aschermittwoch. Ich saß zusammen mit meinen Eltern und meiner Schwester in der Wohnstube, als gegen 21.45 Uhr der erste Fliegeralarm begann.

Zur Leseprobe: KLICK HIER

Das Cover:
Das Cover sticht eindeutig ins Auge!! Ganz klar! Pink und weiß und die auffälligen Symbole lassen einem in der Buchhandlung automatisch zum Buch greifen. Besonders schön finde ich, dass das Cover auch mal zum Inhalt passt. Diese Symbole in der Farbe tauchen im Buch in einer Szene auf.

Meine Meinung:
Mit ihrem Debütroman hat mich Emily Kay (eine wirklich wirklich nette und symphatische Person) absolut hin und her gerissen.
Es gibt so ein paar Punkte, die mir nicht ganz sooo gut gefielen.
Z.B. hatte ich Probleme, die Hauptprotagonistin Mae symphatisch zu finden. Ich freute mich, dass es mal nicht um 16 Jährige geht, sondern immerhin um 18 Jährige. Doch für mein Empfinden, benahm sich Mae eher wie 14/15 Jahre. 
Sie sieht einen Jungen zum ersten Mal und ist gleich bis über beide Ohren verliebt. Wird permanent rot und hat Herzchen in den Augen, während man über den Jungen - Sam - gar nicht viel erfährt. 

Dabei hatte ich die ganze Zeit eher Mitleid mit ihrem Ex-Freund, dem gegenüber sie sich völlig unfair und absolut unreif verhält, was für mich nicht ganz plausibel rüber kam. Am Anfang des Buches küsst er sie und sie schliesst genießerisch die Augen und schaltet die Welt um sich herum komplett raus...wirkt sehr verliebt. Und kurze Zeit später, ist er nach einem blöden Spruch und noch ein paar Ereignissen dermassen bei ihr unten durch, dass sie von ihm nur noch genervt ist und zu keinerlei Gesprächen bereit. In meinen Augen hat er gar nix so furchtbares gemacht, was ihr Verhalten gerechtfertigt hätte und so war dieser Teil für mich nicht so plausibel, bzw. hatte es eher den Effekt, dass mir Pascal leid tat und ich Mae für kindisch und unreif hielt.

Auf der anderen Seite muss ich aber sagen, dass der Schreibstil mich ansonsten völlig gefesselt hat. Allein der Prolog ist so interessant, dass man sich sofort auf eine tolle Geschichte freut. Es wirkt alles gut recherchiert und ich hatte beim Lesen einfach Spaß, da Emily Kay so erfrischend schreibt, dass ich oft grinsen musste. Ich hab von Sam zu wenig erfahren und doch wurde ich neugierig und man erkennt die tolle Idee hinter der Geschichte. In ihrem Debütroman zeigt Emily Kay auf jedenfall Talent zum Schreiben.
So fand ich einige Stellen einfach witzig, dann wurde es wieder spannend.

Nur wenn Sam wieder einmal nur grinste und Mae rot anlief.... hmmm... ;)
Übrigens finde ich die Namen Sam und Mae total schön, was für mich ja auch ein sehr wichtiger Faktor ist. Ich kann nicht erklären warum, aber ich kann besser mitschmachten, wenn der männliche Protagonist einen Namen hat, den ich schön finde. Manchmal ist dem nicht so und ich spüre beim lesen immer eine kurze Enttäuschung.. die sich manchmal legen lässt.. manchmal nicht. In diesem Fall gab es keine Probleme ;)

Das Buch lässt viele spannende Fragen offen, die Lust auf die Fortsetzung machen.
Manche finden es unpassend, aber mir gefiel es auch ganz gut, dass einige Songtitel in dem Buch genannt wurden. Genauso hab ich mir die Szenen dann auch vorgestellt.. mit dem jeweiligen Song im Hintergrund.

Ich hoffe sehr, dass Mae durch ihre Erlebnisse ein wenig heranreift und in der Fortsetzung daher etwas reifer wirkt. Dass man noch vieeeeel mehr über Sam erfährt und dass Emily ihren Schreibstil ansonsten so beibehält, denn wie gesagt, es gab viele tolle spannende Stellen, alles wirkte sehr gut recherchiert und auch viele Gefühlsbeschreibungen kamen sehr glaubhaft rüber, als hätte sie es selbst durchgemacht.
Vor allem, als Mae eine für sie wichtige Person verliert und trauert... diese Trauer wirkte auf mich sehr echt und nicht übertrieben.
Auch wenn Mae nicht ganz so nah an mich herankommt, bin ich einfach unglaublich gespannt, ob sie es in der Fortsetzung schafft mich zu überzeugen und vor allem, ob sie Sam näher kommen darf, oder ob der schöne Satz von Seite 181 weiterhin so treffend passt:

"Unbeschreibliches Glück und tiefste Traurigkeit 
scheinen fließend bei uns ineinander überzugehen"

Mein Fazit: Ein vielversprechender Trilogie-Auftakt mit einer tollen Grundidee (vor allem toller Prolog!!!), der jedoch einige Schwächen hat, wie z.B.  die Charaktere. Dennoch fühlte ich mich gut unterhalten und gerade die Spannung zum Ende hin führt dazu, dass ich dann doch wissen möchte, wie die Trilogie weitergeht. 
Noch ein Grund: Mir gefällt Emilys fließend leichter und erfrischender Schreibstil so gut ...er hat alle Szenen vor meinem innerem Auge so lebendig werden lassen... passender Soundtrack inklusive. Doch denke ich.. da geht noch mehr!! Es ist Potenzial da, um in der Fortsetzung einiges drauf setzten zu können.. ich bin gespannt!

Bewertung:


Buchtrailer
Über den/die Autor/in:
Emily Kay (geb. 1974) gehört zu der Generation der Kassettenkinder. Im Alter von drei Jahren bekam sie ihr erstes batteriebetriebenes Tonbandgerät geschenkt und ist seitdem bekennende Anhängerin deutscher Hörspielserien. In ihrem Kinderzimmer malte sie mit Begeisterung erste Geschichten und vertonte diese mithilfe ihres Rekorders. Seit ihrer ersten Begegnung mit Rüdiger, dem kleinen Vampir von Angela Sommer-Bodenburg, schlägt ihr Herz für den Zauber der Nacht. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Anglistik, Germanistik und Pädagogik und leitete ein Bildungsinstitut. Heute lebt sie mit ihrer Familie und zwei Katzen zwischen unzähligen Büchern und Hörspielkassetten mitten im Ruhrgebiet und widmet sie sich der Schreiberei. Ihr Debut »Eulenflucht - Durch die Nacht« ist der Auftakt einer fantastischen Trilogie.

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1 Kommentar:

  1. Das Cover ist echt ein Traum! :D Bin schon gespannt auf das Buch, es subbt ja schon bei mir. ;-)

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