Mittwoch, 1. Juni 2011

[Rezension] Nathaniels Seele von Britta Strauss


Verlag Sieben Verlag

Seiten 224
ISBN 9783941547278
Buchreihe? Nein
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Ewige Jugend und Einsamkeit - das ist der Preis für Nathaniels große Macht, die dazu dient, seinen Indianerstamm zu schützen. Als Josephines Wege Nathaniels kreuzen, verfällt sie diesem mysteriösen Mann. Hin- und hergerissen zwischen Faszination und Verwirrung, muss sie erkennen, dass er ein dunkles Geheimnis hütet. Doch dessen wahre Ausmaße übersteigen ihre kühnsten Vorstellungen. Langsam gelingt es Josephine, Nathaniels kalten Schutzwall zu durchdringen. Als Nathaniel begreift, dass Josephine sein Herz erobert hat, und er sich fragt, welche Rolle ihr im bösen Spiel seiner Existenz zugedacht ist, taucht sein schlimmster Feind auf und entdeckt in Nathaniels Liebe dessen größte Schwäche. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Der erste Satz
Sein Geist war wie der See.

Meine Meinung
Es muss nicht immer ein Vampir oder ein Werwolf sein.. manchmal reicht auch ein über 150 Jahre alte Indianer. 
Ich habe unfassbar lange für die Buch benötigt, was aber so gar nichts mit dem Buch zu tun hatte... eher mit den privaten Umständen (ihr wisst schon.. Haus & Co) .. das war ganz furchtbar, denn eigentlich wollte ich immer gern weiterlesen. Man findet sehr schnell in die Geschichte von "Nathaniels Seele" hinein und lernt mit ihm und Josephine 2 tolle, tiefgründige sympatische Charaktere kennen und lieben. 
Beide sind so unterschiedlich und doch so gleich, was z.B. ihre innere Stärke angeht. 

So kommt es, dass sie sich zunächst eigentlich nur ständig angiften und die Dialoge sind herrlich! Später kommen dafür gegenteilige, nicht weniger herrliche Szenen, in denen es ganz schön zur Sache geht.. in erotischer Hinsicht. Aber mir haben diese Stellen wirklich sehr gut gefallen, da sie nicht zu plump daherkommen. 

Neben dieser schönen Liebesgeschichte lernt man aber auch viel über die Geschichte der Indianer und wie es ihnen heute meist so ergeht, das alles in spannender und lebendiger Form umgesetzt, ohne, dass es staubtrocken und langweilig wirkt. Überhaupt ist das Buch wunderbar flüssig geschrieben und sehr bunt und lebendig. Zum Beispiel wird beschrieben: 

"Spiegelglatt lag der See vor ihm. Nur winzige, auseinanderlaufende Ringe zierten ihn an manchen Stellen, wo ein tanzendes Insekt die Oberfläche mit seinen winzigen Beinen berührt hatte".

Es ist grade genug, dass man sich alles wunderbar bildlich vorstellen kann und nicht zuviel, dass es vor lauter Beschreibungen der Umgebung gar nicht in der Geschichte voran geht. Mich erinnerte es vom Schreibstil daher teilweise an Nora Roberts, die ich vor Jahren ausschliesslich gelesen hab und meine absolute Lieblingsautorin war....soll heißen, mir gefällt der Schreibstil von Britta Strauss total!
Das Cover passt perfekt zum Inhalt, so dass ich die volle Punktzahl vergeben muss, auch wenn das Buch gern noch ein wenig dicker hätte sein dürfen. Ich könnte mir ein Wiedersehen in einem zweiten Teil mit Nathaniel und Josephine (ich liebe diese Namen!!!) sehr gut vorstellen. 

Hätte ich nicht gerade so 1000 Dinge um die Ohren, hätte ich das Buch vermutlich an einem Sonntag durchgelesen, denn Langeweile kam gar nicht auf. 
Für mich war es ein tolles Buch mit genau der richtigen Mischung zwischen Indiandergeschichte, Ritualen, Humor, Liebesgeschichte, prickelnde Erotik und gerade zum Ende hin viel Spannung... es hätte nur gern noch etwas dicker sein dürfen :) 


Bewertung:

Über den Autor/die Autorin:

Britta Strauss stellt sich vor: Geboren 1978 in Sachsen-Anhalt, wo nach wie vor meine Wurzeln liegen, habe ich meine metaphorischen Zweige und Äste seit 2001 zum schönen, bergischen Land ausgestreckt.
Ich schreibe, um mich selbst zu entführen. Um nachts durch ferne Wälder zu laufen, auf einem Pferderücken dahinzufliegen, in die Tiefen des Universums einzutauchen oder mit Walen zu schwimmen. Und ich schreibe, um meine Leser zu entführen. Für eine Weile die Realität vergessen. Verführt werden.
In meinem Leben erlaube ich mir so viele Freiheiten wie möglich und gehöre zu den glücklichen Wesen, die ihre wahre Liebe gefunden haben. Ich glänze durch Chaos, Zerstreutheit, Naturvernarrtheit, Vorliebe für Dresdner Stollen, Kaffee und sonstige Leckereien, sowie einen exorbitanten Hang zum Träumen und Fabulieren, dem sehnsüchtigen Streben nach Erfüllung. Wo ich in der Realität an Grenzen stoße, muss mein Laptop ran. Denn im Geiste ist die Freiheit grenzenlos.
Motto: Die Wahrheit ist irgendwo da draußen. Oder woanders.
Muse: Mein Liebster. Meine Kollegin Jennifer Benkau. Die Erde, der Himmel und das Universum.

(Quelle: Sieben Verlag)

Kommentare:

  1. Wie auch schon auf Facebook: DANKE! Und zwar ein fettes!

    Dein Schreiberling

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