Samstag, 14. Mai 2011

[Rezension] Die Nächste, bitte von Mia Morgowski

Verlag rororo

Seiten 368
ISBN 9783499256370
Buchreihe? Nein
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Dr. Paul Rosen – der Arzt, dem keine Frau traut. Paul Rosen will Karriere machen: als Anti-Aging-Doc. Da stimmt das Geld, und die Frauen ziehen sich freiwillig aus. Nur Nella nicht. Die findet ihren neuen Hausarzt zwar ungeheuer attraktiv, aber auch ganz schön unverschämt. Und vor allem total unfähig. Denn das von ihm empfohlene Mittel gegen ihre Flugangst entpuppt sich zwei Tage später als wirkungslos. Der Trip nach Genf ist die Hölle. Und der einzige Arzt an Bord – Dr. Paul Rosen! Doch der Halbgott in Weiß hat ganz andere Sorgen: Sein zukünftiger Chef denkt, er sei verheiratet. Nur wo kriegt Paul so schnell eine Ehefrau her? Das beste Mittel gegen Langeweile und Liebeskummer: der neue Arzt-Roman von Bestsellerautorin Mia Morgowski.
Über den Autor
Mia Morgowski lebt in Hamburg und arbeitet – wie sollte es anders sein – in einer Werbeagentur. Die männlichen Kollegen sind ihr manchmal nicht geheuer, aber keine Arbeit ist schließlich auch keine Lösung.
Der erste Satz
"Falls Sie mein Schulterblatt suchen - das ist auf der anderen Seite"


Meine Meinung
Eine Autorin aus Hamburg... wenn das mal nicht gleich Sympatie-punkte bringt ;)


"Die Nächste, bitte" hab ich bei Vorablesen.de gewonnen, denn mir gefiel die Leseprobe schon so gut, dass ich das Buch einfach lesen musste. Es ist keine total anspruchsvolle Lektüre, sondern ein fröhlich frischer Roman, in dem es sehr turbulent zugeht.


Das Buch erzählt abwechselnd von Dr. Paul Rosen in Ich-Form - der unglücklich in der Praxis seines Vaters aushilft.. etwas, das er nie wollte, doch seine weinende Mutter brachte ihn dazu zuzusagen. Eigentlich möchte er Anti-Aging-Spezialist in einer High-Tech-Praxis sein und viel Geld verdienen.. statt dessen versauert er nun in einer Praxis, wo die Kundenkarteien noch aus Papier sind..alles andere als fortschrittlich - 
und - 
Nella - auch aus der Ich-Perspektive, doch in Tagebuch-Form.
Man erkennt die Kapitel von Nella auch immer anhand einer sehr süßen Umrandung. Und ich war gleich angetan von den der Art, wie z.B.: (natürlich gekürzt)


11 Uhr 05: Scheiße, kann meine Versichertenkarte nicht finden! Verdammt. ....
11 Uhr 10: Herrje - bin so gut wie tot.... 
11 Uhr 25: Gerade fällt mir ein, das ich die Karte letzte Woche dazu benutzt hab, einen Ohrring zwischen den Bodendielen herauszufischen. Vielleicht sollte ich mal in der Schmuckschublade nachsehen.
11 Uhr 30: Schmuckschublade negativ
11 Uhr 28: Orte, an denen ich die Karte schon gesucht hab: 
- neben, unter und hinter dem Sofa....
....
....
Wo ich noch suchen könnte:
- Schuhschrank
- Mülleimer
- Krümelfach vom Toaster


Dies als kleiner Einblick und man kriegt gleich ein Gefühl für Nellas Charakter.... und ich fand mich in ihr wieder.. *lach* Wie oft ich schon irgendwelch Dinge gesucht hab..an den unmöglichsten Orten und natürlich immer dann, wenn ich ohnehin schon unter Zeitdruck stehe. So gehts sicher vielen und das macht Nella gleich sympatisch, denn man fühlt sich mit ihr verbunden. Nella lebt in einer 1-Zimmer Wohnung und betreibt ein kleines Second-Hand-Kleidergeschäft mit angeschlossenem Café und hat einen Freund, der in die Schweiz gezogen war und sie nun eine Fernbeziehung führen. Für Nella eine Katastrophe, denn sie leidet unter Flugangst. Aus diesem Grund besucht sie Dr. Rosen und hofft auf ein Mittel dagegen.


Wie es der Zufall so will, landen die Beiden im gleichen Flugzeug... Nella auf den Weg zu ihrem Freund, Paul auf den Weg zu einer Praxis, wo er sich um eine Partnerschaft bewirbt.. blöde nur, dass eine Bedingung dieser Partnerschaft ist, er muss verheiratet sein. 
Man kann es schon erahnen, dass es dazu kommen wird, dass Nella eben diese spielen soll.. und die Katastrophen nehmen ihren Lauf und Nella bekommt einen hysterischen Anfall nach dem Nächsten.


Anfangs noch sehr lustig, wurde es mir irgendwann doch etwas zu viel... wer hyperventiliert schon so oft? 
So war ich anfangs sicher, dass mir die Kapitel aus Nellas Sicht am besten gefallen werden, so fand ich diese dann doch teilweise ein wenig übertrieben mit ihren : UHUUUHUUUU, ich bin so unglücklich!


Dafür gefielen mir die Kapitel aus Pauls Sicht umso besser und seine Meinungswandlung über Nella und ich hab sehr schmunzeln müssen. Auch wenn das Buch voller Klischees ist und mir zeitweise etwas zu übertrieben war, es auch keine wirklichen Überraschungen gab, hatte ich dennoch Spaß bei dieser chaotischen Geschichte und auch das Ende war nach meinem Geschmack.


Auch das Ende nach dem Ende, bei denen man noch so einige lustige Informationen über die Autorin und das Buch bekommt. 


Genau das Richtige für einen verregneten Tag.. oder zum abschalten nach einem stressigen Tag! 
Ein typischer Frauenroman mit sympatischen Charakteren :)

Bewertung:

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