Mittwoch, 20. April 2011

[Rezension] Winterlicht von Melina Marchetta

Verlag Ravensburger Buchverlag

Seiten 537
ISBN 9783473353347
Buchreihe? Nein
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Ein Bannfluch liegt auf Lumatere. Niemand kann das Land betreten oder es verlassen. Nur Finnikin, Gefolgsmann des Königs, weiß Rat: Er muss den verschollenen Thronfolger finden und nach Lumatere zurückbringen. Doch als er die schöne Evanjalin trifft, gerät seine Mission in Gefahr. Finnikin verliebt sich in sie, obwohl sie dem König versprochen ist. Noch ahnt Finnikin nicht, wie sehr seine Liebe mit dem Schicksal Lumateres verknüpft ist.
Über den Autor
Melina Marchetta wurde am 25. März 1965 in Sydney, Australien geboren. Sie brach die Schule im Alter von 15 Jahren ab, schloss Sie später dann aber doch noch ab und studierte Lehramt, um Lehrerin zu werden. Bis zum Jahr 2006 unterrichtete sie am St. Mary’s Cathedral College, seit dem konzentriert sie sich voll und ganz auf das Schreiben. Sie wurde vielfach für »Das Geheimnis der Alibrandis« ausgezeichnet. So erhielt sie 1993 und 2004 den »Children's Book Council Book of the Year Award« und 2007 den »Australian Book Industry Awards«.
Der erste Satz
Vor langer Zeit im Frühling, kurz vor den Fünf Tagen des Unsagbaren, träumte Finnikin von den Felsen, dass er ein Pfund seines Fleisches opfern müsste, um das Königshaus von Lumatere zu retten.


Meine Meinung
Zuerst muss ich erneut erwähnen, wie wunderschön ich das Cover finde!
Ich hab es schon bei "Ich lese" erwähnt, aber dennoch muss es nochmal in die Rezension, dass die ganze Aufmachung, die Farben.. einfach alles am Cover ist wunderschön!

Die Geschichte selbst beginnt sofort sehr komplex.
Man wird überhäuft mit Namen von Personen, Ländern, Flüssen, Dörfern... das hat mich erst einmal ordentlich überfordert und man versteht anfangs wirklich nur Bahnhof.

Eine schöne und große Hilfe ist da jedoch eine Karte vom Königreich Lumatere im Land Skuldenore am Anfang des Buches, auf der man die lange Reise mitverfolgen kann.. und gereist wird hier wahnsinnig viel!
Lumatere war einst ein fruchtbares fröhliches Königreich mit vielen glücklichen Bewohnern - bis die 5 Tage des Unsagbaren eintraten.. das Land wurde angegriffen, die Königsfamilie getötet, ein Thronräuber machte sich dort breit und ein Fluch wurde über das Königreich gelegt, so dass es unbewohnbar wurde und viele Bewohner starben oder flüchteten und sehr viel Leid und Qualen durchstehen mussten.

Jahre später hört Finnikin - der Sohn des Hauptmanns, der ebenfalls verschwunden ist - in der Nacht den Namen des Thronerben Balthasar und macht sich zusammen mit seinem Mentor Sir Topher auf der Suche nach diesem. Sein eigentliches Ziel ist es, die Flüchtlinge aus Lumatere zu finden und auf neuem Land ein neues Leben aufzubauen. Bis er auf die Novizin Evanjalin trifft und sich alles ändert.. auch seine Pläne.
Ihr Traum ist es, den Fluch aufzuheben.. das alte Lumatere wieder zu erwecken. Von da beginnt eine lange lange Reise. Man begegnet einer Flut weiterer Namen und Königreiche und Massen an Dialogen aus der Vergangenheit, die zwar mehr Licht in das ganze Buch bringen, mich aber gleichzeitig auch sehr verwirrt haben.

Während des Buches ergeben sich viele Fragen, die am Ende alle aufgeklärt werden und es gibt sogar eine Überraschung - auf die ich so gar nicht vorher gekommen war (andere meinten, es wäre vorhersehbar.. nun.. ich kam nicht drauf.. was wieder daran liegen kann, dass ich beim Lesen öfters ein Fragezeichen im Gesicht hatte)...die Überraschung in der Geschichte gefiel mir aber sehr gut.. hatte aber die Folge, dass ich am liebsten noch einmal von vorne beginnen wollte.. mit dem Wissen, dass ich nun erlangt hatte.

Insgesamt spielt das Buch in einer wirklich fantasievollen Welt und die Geschichte - wenn man sie denn erst einmal verstanden hat - hat Hand und Fuss. Am Ende ergibt alles einen Sinn... Happy End inklusive.
Doch - wie schon gesagt -  habe ich fast das Verlangen, jetzt, da alles aufgeklärt ist, das Buch gleich noch einmal zu lesen, damit ich auch alles von dem verstehe, was mir vorher nicht klar war.

Es ist einfach sehr durchdacht und komplex.. war mir aber zu komplex und hat mich zu oft verwirrt.
(Vielleicht ist mein IQ zu niedrig, ich glaub, bei Herr der Ringe musste ich auch bei Namen öfters nochmal nachdenken, wer nun was war ;))
Außerdem ist es absolut kein Buch, dass man mal nebenbei in der Bahn lesen kann.. keine fröhliche Lektüre für zwischendurch, denn das Buch fordert Konzentration beim Lesen. Wenn man diese aufbringen kann und die nötige Ruhe findet, kann man sich dort in einer wundervollen Geschichte verlieren... lernt einen sehr tollen Charakter - Evanjalin - kennen. Finnikin blieb mir teilweise rätselhaft.. auch die Entwicklung der Beziehung wurde mir in nur zu wenigen Sätzen erklärt und wirkte für mich daher nicht ganz nachvollziehbar.

Doch die Geschichte drumherum, um die Bewohner von Lumatere ging mir dennoch ans Herz und ich wusste bis zum dritten Teil des Buches auch wirklich nicht, wie es ausgehen wird. Manchmal war mir das Buch zu anstrengend, so dass ich nur langsam vorankam.. dennoch hat mich diese High-Fantasy Geschichte genug interessiert, um wissen zu wollen, wie alle meine Fragen am Ende beantwortet werden..was aus den Bewohnern und dem Königreich Lumatere wird. Kann der Fluch aufgehoben werden?
Lebt der Thronfolger Balthasar doch noch?

Wer sich von einer sehr komplexen, aber schön beschriebenen Story und vielen Namen und Details nicht abschrecken lässt und High-Fantasy Romane mag, der sollte unbedingt zugreifen!

Wieso das Buch allerdings "Winterlicht" heißt - was für mich ein Grund war, das Buch lesen zu wollen ;)) - ist mir auch nach Beendigung absolut schleierhaft!! Es hätte "Evanjalin".. "Die 5 Tage des Unsagbaren" .. oder "Lumatere" oder wie auch immer heißen können.. Winterlicht? Wer die Antwort kennt, möge mir doch bitte einen Kommentar schicken.. ich komme beim besten Willen nicht darauf.

Bewertung:

Kommentare:

  1. Da waren wir mal wieder gleicher Meinung, hihi. Hast du schön rezensiert und der Titel ist mir übrigens auch schleierhaft. "Finnikin of the rock" ist der Originaltitel und passt wirklich vieeel besser. Wie kommt man bloß auf Winterlicht??? Hast recht "Evanjalin" wär schön gewesen :-)
    Du, was anderes, bei diesem Beitrag (und nur bei diesem) ist der ganze Text am Ende ca. 2 cm abgeschnitten, man kann ihn da nicht lesen, auch das Buchcover). Geht das nur mir so?
    *Drück*, Damaris

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  2. Danke für den Hinweis *ganzdolledrück* Ist jetzt korrigiert...

    Finnikin of the Rock gefällt mir auch vieeel besser!! Das passt wenigstens! :)

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Ich freue mich wirklich sehr über Kommentare. Vielen Dank! <3