Sonntag, 10. April 2011

[Rezension] Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis

Verlag Oetinger

Seiten 446
ISBN 9783789142895
Buchreihe? Nein
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?
Über den Autor
Antonia Michaelis wurde 1979 in Kiel geboren. Ihre Kindheit und Jugend verlebte sie in Augsburg, wo sie im Alter von fünf Jahren bereits anfing zu schreiben. Nach dem Abitur arbeitete sie in Südindien ein Jahr lang als Lehrerin. In Greifswald studierte sie anschließend Medizin, trieb sich zwischendurch ein wenig in Nepal, Peru und Ghana herum, und begann Geschichten für Kinder und Jugendliche zu veröffentlichen. Heute lebt die Autorin mit Mann, kleiner Tochter und 3000 Quadratmeter Brennnesseln in der Nähe der Insel Usedom. Hühner besitzt sie allerdings keine


Der erste Satz
Blut.
Meine Meinung
Ich habe mich bei anderen Rezensionen immer ein wenig geärgert, dass man kaum etwas über dies Buch erfährt, außer, dass alle sagen: lest es!!


Ich dachte mir: okay.. das werde ich tun.. und dann eine richtige Rezension schreiben ;)
Aber nun bin ich geplättet... nun denke ich, verdammt, was soll ich schreiben, außer: lest es!!!


Es ist tatsächlich so, dass man nicht allzu viel verraten darf. Anna lernt Abel kennen.. bzw. besser kennen, sie kennt ihn vom sehen in der Schule schon länger, doch hatten sie nie etwas miteinander zu tun.
Während Anna sehr wohlbehütet in einem schönem zu Hause aufwächst und in ihrer kleinen heilen "Blubberblase" lebt, ist Abel unter dem Spitznamen "polnischer Kurzwarenhändler", was bedeutet, er vertickt dort nebenbei Drogen.


Eines Tages findet Anna eine Puppe, die Abel gehört und so sprechen sie das erste Mal miteinander. Auch wenn sie sich ein wenig vor ihm fürchtet, zieht ihre Neugierde sie doch zu ihm hin und sie merkt das erste Mal, dass sie bisher immer nur in ihrer heilen Blase lebte und fragt sich, was außerhalb passiert. In welcher Welt lebt Abel. Wieso gehört ihm eine Puppe? 
So erfährt sie nach und nach von ihm, dass er eine kleine Schwester namens Micha hat, der er immer Märchen erzählt. Und auch Anna hört diese Märchen, von denen sie langsam merkt, dass diese Märchen gar nicht nur Märchen sind. Sie erkennt die Figuren der Geschichte, die sich um die kleine Klippenkönigin in ihrer rosa Jacke dreht, auf ihren langen Reise ans Festland. Dabei passieren so viele Dinge.


Und auch in der Realität passieren viele Dinge. Man beginnt sich zu fragen, wie man die Märchen deuten kann? Man liest jeden Satz ganz genau und doch entgeht einem immer eine Kleinigkeit, die später ganz wichtig wird. Man fiebert mit, man rät mit. Es passieren so wundervolle Dinge und es passieren ganz schreckliche Dinge. Das alles zu beschreiben, Worte wie in dem Buch könnte ich dazu nicht finden. 


Das Buch ist so völlig anders .. so unterschiedlich von dem, was ich bisher gelesen habe.. von der Schreibart, von der Ausdrucksweise. Manchmal ist alles fast poetisch geschrieben und man findet es einfach schön, selbst, wenn man mit Poesie sonst nicht allzu viel am Hut hat.


Im Grunde ist dies Buch wie 2 Geschichten in einem Buch und doch ist alles so nahe miteinander verknüpft. Man darf es auf keinen Fall schnell lesen.. etwas für mal eben zwischendurch ist es nicht. Und auch, wenn es eine Liebesgeschichte gibt, so ist es doch auch ein Thriller.. es geschehen Morde.. es geschehen viele Dinge, die man versucht, sich zu erklären. Ich hab mehrfach nochmal zurück zu Teilen des Märchens zurückgeblättert und hab versucht raus zu finden, wer welche Rolle spielt. 


Das Buch lässt einen Träumen, das Buch schockiert und das Buch wird wir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben... es ist keine leichte, fröhliche Lektüre...aber es lohnt sich Annas und Abels Geschichte und die der Klippenkönigin zu lesen. Volle Punktzahl!
Bewertung:
Trailer zum Buch



Kommentare:

  1. Hm,
    ich hatte es ja auch schon in der Hand. Aber als Hardcover ist es mir derzeit echt noch zu teuer. Ich werd wohl auf die TB-Ausgabe warten müssen.
    Auf meinen Wunschzettel hab ich es sicherheitshalber aber mal gepackt. ;-)

    Viele Grüße
    Asaviel

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  2. Danke für die Rezi. Hab es mir direkt mal auf den Wusnchzettel gepackt. Das hört sich wirklich interessant an

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  3. Hehe, ja das ist nicht so einfach, zu diesem Buch was zu schreiben, weil man einfach nichts verraten will. Kenn ich :)

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  4. Du sagst es eigentlich ist jedes Wort zu viel, ich habe mcih auch sehr schwer getan damit...

    Schöne rezension

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Ich freue mich wirklich sehr über Kommentare. Vielen Dank! <3