Donnerstag, 31. März 2011

[Rezension] Sehen wir uns morgen? Von Alice Kuipers

Verlag Fischer

Seiten 240
ISBN 9783596178476
Buchreihe? nein
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Die fünfzehnjährige Claire und ihre Mutter leben allein zusammen. Sie sehen sich nur unregelmäßig, da die Mutter als Ärztin in einer Geburtsklinik arbeitet - und Neugeborene halten sich nun mal nicht an feste Arbeitszeiten. Oft ist sie schon aus dem Haus, wenn Claire aufsteht, oder noch nicht zurück, wenn Claire zu ihrem Vater oder einer Freundin zum Übernachten geht. Dann hängen sie sich gegenseitig Nachrichten an die Kühlschranktür, Einkaufslisten, Taschengelderinnerungen, kleine Berichte aus ihrem Alltag. Doch eines Tages muss Claires Mom, die Ärztin, selbst zum Arzt. Was sie dort erfährt, verändert ihr Leben. Und Mutter und Tochter müssen auf den kleinen Zetteln auf einmal so viel mehr unterbringen als bisher 
Über den Autor
Alice Kuipers wurde 1979 in London geboren, studierte in Manchester und lebt heute in Saskatoon in Kanada. Sie hat Kurzgeschichten in Literaturzeitschriften und als Radioproduktionen veröffentlicht. »Sehen wir uns morgen?« ist ihr erster Roman.


Erster Satz
Hallo Claire-Bär!
Meine Meinung
Ja, ich weiß, dass ich gerade erst ein Post erstellt habe, in dem steht "Sehen wir uns morgen?" 
Nein, ich hab das Buch auch nicht abgebrochen.... ich habs von hinten bis vorne durchgelesen und zwischendurch sogar noch telefoniert.
Das Buch hat man wirklich - leider - in guten 1,5 - 2 Stunden durchgelesen.


Denn es geht wirklich ausschliesslich über Nachrichten am Kühlschrank, so dass auf einer Seite manchmal nur steht:


Bin bei Emma.
C.


So kommt man natürlich schnell durch ein Buch.
Dennoch ist es erstaunlich, wieviel doch dahinter steckt und man muss erst erkennen und sich reinfühlen, was da alles passiert. Claires Mutter wird krank - schwer krank - und beide müssen versuchen damit umzugehen. Manchmal in wütenden Streitereien, weil sie es nicht können.. dann wieder in Liebesbekundungen. Denn Claire ist erst 15 und ihre Mutter selbst Ärztin und beide können nicht fassen, was passiert.


Das Buch öffnet ein wenig die Augen, ist man doch ständig im Glauben: SOWAS passiert doch nur anderen.. MIR passiert schon nix.. und auf einmal ändert sich alles schlagartig. 
Das Buch macht nachdenklich und später auch traurig... die Art des Buches ist durch diese Zettel natürlich sehr ungewöhnlich und ich fands schade, dass es sooo schnell durch ist.
Hätte ich es gekauft, hätte ich mich vllt. geärgert...  ich kann auch gar keine sooo lange Rezension zu dem Buch schreiben, auch wenn es vom Inhalt der kurzweilig ist, im Nachhinein wegen der traurigen Geschichte aber vielleicht doch länger im Kopf bleiben wird.


Die Idee eine ganze Geschichte zu schreiben, die nur aus gelben Post-Its auf dem Kühlschrank besteht, ist auf jedenfall toll und auch Claire und ihre Mom kommen mir realistisch und ehrlich vor... 
Ob sich kaufen lohnt? Weiß nicht, aber wenn man die Chance hat, sich das Buch mal auszuleihen oder gerade etwas kürzeres für eine Bahnfahrt oder ähnliches sucht, für den ist dies berührende Buch vllt. das Richtige.. wenn man soweit offen dafür ist, dass man mehr liest, als nur die kurzen Nachrichten auf den Klebezetteln.

Bewertung:

Kommentare:

  1. hi
    also, mal sehen ob ich irgendwen finde, der mir das Buch leiht. Ich meine, meine Freundin hat das. Mal sehen.
    Und das mit den schweren Krankheiten passiert ganz leicht. Wir hatten - ohne Vorwahrnung und bei jüngeren Personen - letztes Jahr zwei Krebsfälle in der Familie und drei im Bekanntenkreis. Das ist schlimm und genau deshalb interessiert mich das Buch!
    LG

    AntwortenLöschen
  2. hey nica!

    das buch steht auf meiner wunschliste. fand die idee ganz interessant...mal sehen, vielleicht finde ich es ja in der bücherei :)

    liebe grüße
    anka

    AntwortenLöschen
  3. hhhmm schade, der klappentext versprach irgendwie mehr.

    lg kerry

    AntwortenLöschen