Sonntag, 27. März 2011

[Rezension] Das Lied der Banshee von Janika Nowak

Verlag PAN

Seiten 480
ISBN 3426283395
Buchreihe? Ja.. Teil 1 von ???
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Aileen ist siebzehn Jahre alt und führt ein ganz normales Leben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Abends von vier bulligen Kerlen überfallen wird. Irgendwie übersteht sie die Situation unbeschadet – nur wie? Hat es etwas mit diesem merkwürdigen Schrei zu tun, den sie instinktiv ausgestoßen hat? Am liebsten würde Aileen die ganze Sache vergessen, doch weder ihre unverwüstliche Sturheit noch ihre frechen Sprüche können verhindern, dass sie sich plötzlich in einer Welt voller Magie und Gefahr wiederfindet …
Über den Autor
Janika Nowak lebt in Hamburg und arbeitet dort als freie Texterin. Sie interessierte sich schon als Kind für Mythologie und hat sich seitdem ein umfangreiches Wissen über die europäische und asiatische Sagenwelt angeeignet. Diese Kenntnisse lässt sie nun in ihren ersten phantastischen Roman „Das Lied der Banshee“ einfließen. Janika Nowak arbeitet bereits an einer Fortsetzung.


Der erste Satz
Die Zeit zu erwachen war gekommen.
Meine Meinung
Die Inhaltsangabe sagt fast schon alles.
Schon länger wundert Aileen sich über ihre Augen, die immer heller zu werden scheinen. Als sie eines Nachts von einer Gruppe Schläger überfallen wird, passiert es das erste Mal... sie bricht einen Schrei los, der sowohl ihre Angreifer außer Gefecht setzt, als auch sämtliche Scheiben in der Nähe zerspringen lässt.

Von da an ändert sich das Leben der Berlinerin, die sonst ganz bodenständig in einem Wohnheim wohnt und als Auszubildende in einer Tischlerei arbeitet, schlagartig. Sie lernt den Wassermann Macius kennen, der ihr erklärt, sie wäre die letzte Banshee. Von nun an gerät ihr Leben außer Fugen und sie wird in eine Welt gezogen voller Sirenen, Wassermänner, Ghule, Harpyen, Nachtmahre, Götter und ihre Götterkinder, etc. etc. etc. Doch mit ihr gerät ihr Kumpel und Arbeitskollege Thomas - in den sie schon lange heimlich verliebt ist - in diese Welt, als sie eines Tages von Harpyen angegriffen werden und flüchten müssen.
Doch wer steckt dahinter? Wieso versuchen diese Wesen offenbar sie zu töten?

"Das Lied der Banshee" ist voller Fabelwesen.. ein Buch, in dem es Vampire, Drachen und Nymphen gibt.. sämtliche Fabelwesen die man sich vorstellen kann, existieren und sind Götterkinder von einer der 4 verschiedenen Götter.

Ich muss zugeben, dass ich zwischenzeitlich nicht wusste, ob mir die ganzen Wesen nicht zuviel wurden.
Auf der einen Seite war ich sehr beeindruckt, denn man muss erst einmal auf die Idee kommen, diese Wesen alle in ein Buch unterzubringen und denen die passende Hintergrundgeschichten zu geben, ohne, dass etwas wirr klingt oder nicht mehr schlüssig wirkt.
Es passte alles ganz hervorragend zusammen, nur wie gesagt, manchmal war ich fast ein wenig erschlagen von den ganzen Fabeltieren und deren Geschichten.
So hatte ich zwischendrin eine kurze Flaute, wo ich deutlich langsamer voran kam. Jedoch war dies nur kurz, denn die meiste Zeit war ich mitgerissen von der Geschichte und fand gut, wie Aileen doch irgendwie ein ganz normales Mädchen blieb.. ihre menschliche Seite nicht gleich verschwand... sie konnte ihr neues Leben bis zum Ende des Buches kaum fassen und obwohl sie nun eine Banshee war und so viele neue Wesen kennen lernte, war sie doch immer wieder erstaunt über die Neuigkeit, dass z.B. Dornröschen wirklich existierte, aber in Wirklichkeit eine mannstolle Nymphe war und dass auch Drachen existieren.

Mir gefiel die flüssige Erzählweise und Aileens Sarkasmus sehr sehr gut, vor allem, weil Aileen sich langsam - und für mich damit glaubhaft - entwickelte.. nicht wie in manchen Büchern, wo manche Figuren von heute auf morgen zum furchtlosen Helden mutieren, sobald sie von ihrem Schicksal erfahren.

Ich war sehr gut in der Geschichte drin und hatte doch ab und zu das Bedürfnis, Aileen wegen der Geschichte zwischen Thomas und ihr zu schütten und ich empfand eine starke Sympatie zu den anderen Charakteren, da sie nicht zu oberflächlich blieben... allen voran Pheme und Macius.

Wegen der Überladung der ganzen Figuren und dem daraus resultierenden Lesehänger zwischendurch, wollte ich eigentlich einen Punkt bei meiner Bewertung abziehen.
Doch zum einen sind da die vielen wunderschönen Zeichnungen im Buch, die der Fantasie so wunderbar nachhelfen und so schön anzusehen sind, so herrlich in dies Buch passen... zum anderen war da die Tatsache, dass ich zum Ende hin ernsthaftes Nasenkribbeln hatte, was bei mir immer ein Zeichen dafür ist, dass mir gleich Tränen in die Augen schießen werden und ich losflenne ;) Gottseidank konnte ich das noch abwenden, doch es zeigte mir, dass mir die Charaktere und die Story in dem Moment nah genug gingen, um so eine Reaktion bei mir hervor zu rufen... und das schafft nur ein gutes Buch.

Diese beiden Punkte machen den einen Punktabzug für mich wieder wett und ich vergebe doch die volle Punktzahl, denn im großen und ganzen hat mir die Geschichte wirklich sehr gut gefallen und ich lese es sehr sehr gerne, dass Janika Nowak bereits an einer Fortsetzung arbeitet.
Bewertung:

Hier noch ein paar der Zeichnungen... den Rest seht ihr, wenn ihr das Buch selber lest.... 
lasst Euch nur nicht von der Vielfalt der Götterkinder verwirren ;)




Kommentare:

  1. Freut mich, dass dir das Buch genauso gefallen hat wie mir :D

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  2. gggrrrrr, schon wieder jemand, der dass buch gelesen hat, nur ich nicht. danke für die rezi und die tollen fotos.

    lg kerry

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  3. wow! die bilder sind ja genial!
    jetzt will ich das buch erst recht lesen!
    ich hab ja schon viel von dem buch auf anderen blogs gelesen...

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  4. dieses Buch ist hammer = )
    das muss man einfach lesen!!
    Und die bilder sind soo toll

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