Mittwoch, 12. Januar 2011

[Rezension] Das Haus der Schwestern - Charlotte Link

Verlag Blanvalet Taschenbuch Verlag

Seiten 608 Seiten
ISBN 3442375347
Buchreihe? Nein
Bewertung

Kurzfassung lt. Amazon
Charlotte Links Roman Das Haus der Schwestern beginnt harmlos. Ein erfolgreiches Juristenpaar begibt sich für zwei Wochen auf eine Urlaubsreise. Barbara versucht, mit diesem Geschenk an ihren Ehemann Ralph zum vierzigsten Geburtstag ihre kurz vor dem Scheitern stehende Ehe zu retten. Aber die erholsamen Tage in England geraten zu einem Desaster. Statt sich einander in der Einsamkeit des angemieteten Hauses in der Einöde eines Dorfes in Nordengland näher zu kommen, brechen die Unterschiede des gutsituierten Paares noch stärker hervor. Barbara ist mehr an dem Schicksal anderer Menschen interessiert als an ihrem eigenen Ehemann. So zumindest sieht es Ralph, der sich sehnsüchtig ein Kind von Barbara wünscht. Doch statt den Weg zurück ins Ehebett zu finden, beharrt die hübsche und intelligente Barbara auf getrennten Schlafzimmern.

Während Ralph und Barbara durch ein einsetzendes heftiges Schneetreiben immer mehr von der Außenwelt abgeschnitten werden, dringt Barbara in eine verbotenene Welt ein, in der sie nichts zu suchen hat. Sie liest ein versteckte Manuskript, das sie bei ihrer Suche nach Brennholz in einem alten Schuppen des Westhill House findet. Es birgt ein schreckliches Geheimnis und Barbara wird sich erst am Ende der Lektüre der Aufzeichnungen von Frances Gray der Gefahr bewußt, in die sie sich begibt. 

Sie taucht unerlaubterweise in die Geschichte von Frances Gray ein, einer selbstbewußten, 
energischen und sehr fortschrittlichen Frau, die sich allen Konventionen ihrer Zeit widersetzt und in der Liebe wenig Glück erfährt. Statt ihren Geliebten John Leigh, einen begüterten Sohn aus besseren Kreisen, zu heiraten, bricht sie nach London auf, um sich den Suffragetten anzuschließen. Sehr viel später gesteht sich Frances diesen Fehler ein, für den sie bitter bezahlen muß.
Meine Meinung
Ich lese tatsächlich öfters Bücher, die ich mir nur anhand des Klappentextes nie gekauft hätte. Meine romantische Ader würde mich vermutlich nur leichte Bücher mit schönen Liebesgeschichten und 100% Happy End Garantie kaufen lassen.

Leider erinnere ich mich gar nicht mehr, wer mir dieses Buch empfohlen hatte, aber auch die Amazon-Bewertungen waren so gut, dass ich das Buch tatsächlich gekauft habe... woraufhin es lange lange rumlag.
Die Tatsache, dass die Geschichten in den Zeiten der Weltkriege spielt, schreckte mich schon ein wenig ab... ich mag weder Kriegsgeschichten (habe es gehasst, dass wir in der Schule "Im Westen nichts neues" lesen mussten) und Kriegsfilme will ich überhaupt nicht sehen.
Was unter anderem auch daran liegt, dass ich kein Mensch bin, der leicht abschaltet.. ich würde 100% von den Filmen träumen, er würde mich für Tage runterziehen.

Gott, was hatte ich bei Schindlers Liste geheult. Aber ich schweife ab.. sorry ;)

Kaum ein Name aus einem Buch ist mir je so im Kopf geblieben wie der Name Frances Gray!
Es ist eine Weile her, dass ich dies Buch gelesen hab und noch immer habe ich es im Kopf, als wären es erst einige Wochen her.

Anfangs kam ich schwer rein... ich hatte Probleme die Barbara zu verstehen... Sie will die Ehe retten, aber getrennte Schlafzimmer? Irgendwie kam ich erst nicht ganz rein in das Buch, bis Barbara das Manuskript entdeckt und es um das Leben von Frances Gray geht. Frances Schicksal während des Buches ging mir einfach unter die Haut! Wie stark sie sich verändert.. sie legt ein Schutzschild an und erlaubt sich nicht, zu ihrer Liebe zu John zu stehen. Ihr sonst so starker Bruder George verliert seinen Lebenswillen und die verhasste Schwester Victoria bleibt immer wieder im Leben von Frances... allein schon wegen ihrem Ehemann (wer das ist, verrate ich jetzt nicht ;))

Ich hab noch jetzt deutlich die Szenen im Kopf vor mir, was Frances durchmachen musste...wie sie Zwangsernährt wurde, wie grausam der Krieg war. Während ich sonst fröhliche Bücher lese, wo ich die ganze Zeit beim lesen grinsen muss, hatte ich hier vermutlich die ganze Zeit eine runzelige Stirn. Auf der einen Seite wollte ich immer nicht weiterlesen, weil ich tatsächlich jede Nacht im Bett lag und über Frances nachgedacht habe .. auf der anderen Seite war ich schon so sehr im Buch drin, dass ich es zu Ende lesen musste!
Noch lange, nachdem ich das Buch längst zu Ende gelesen hatte, wanderten meine Gedanken immer wieder zu diesem Buch! Es hat mich nachhaltig so sehr... ich weiß nicht.. beindruckt, beeinflusst.. was ist das passende Wort? Viele Bücher liest man.. man klappt sie zu.. ja.. war nett.. wo ist das Nächste?
Aber dies blieb mir bis heute wirklich noch sehr im Gedächtniss und ich bereue es keine Sekunde, es gelesen zu haben!!

Diese Geschichte geht unter die Haut und berührt....
Bewertung: 

Kommentare:

  1. oh... das hört sich ja ganz toll an :) ich freu mich schon, wenn ich heut abend mit dem buch beginne ;)

    verlink dich mal auf meinem blog... hoff, das ist ok?!

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  2. Auf das Buch kannst Du Dich wirklich freuen :)
    Ich werde es mir auch nochmal kaufen, sofern es nicht doch wieder auftaucht.. wirklich tolles Buch! :)

    Oh.. Verlinken.. dankeschön! gerne :)
    mache ich auch gleich!
    lg :)

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  3. Ja, das Buch beginnt ganz harmlos. Aber auch mit diesem Roman ist der Autorin wieder ein Treffer ins Schwarze geglückt.

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  4. Das ist etwas, das diese Autorin beherrscht: Sie fesselt den Leser von Anfang an und man taucht in die Welt ein, weil sie alles sehr anschaulich erklärt.

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